Buchcover »Der Hydrations-Code« von Georg Udorf, tiefblau mit Molekülnetz

Der Hydrations-Code

Die perfekte Hydration für den Menschen

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Zu Beginn dieses Hörbuchs hören Sie nun eine kurze Einleitung über den Inhalt und den Aufbau dieses Buches und zu Anfang noch ein Hinweis zur Bedienung dieses Hörbuchs.

Sie können alle Kapitel automatisiert nacheinander hören oder auch einzeln. Die Bedienung des Players ist einfach und im Standard auf alle Kapitel nacheinander gesetzt.

Wir wünschen Ihnen nun eine angenehme Reise zum Hydrations-Code.

»Der Hydrations-Code«
oder die Frage »Was ist die beste Hydration für den Menschen?«

Von Georg Udorf, 2026

Sehr wahrscheinlich haben Sie heute bereits einen Schluck Wasser getrunken. Falls nicht, könnten Sie das jederzeit machen. Sie haben das schon unzählig oft getan. Einfach Wasser zu trinken, das ist das Normalste der Welt.

So ist es mit den gewöhnlichsten Dingen, die selbstverständlich für uns sind, wie Wasser. Interessanterweise wird das, was wir täglich sehen und benutzen, irgendwie und irgendwann auf eine gewisse Art unsichtbar. Dinge, die erst wieder sichtbar werden, wenn sie plötzlich weg sind und nicht mehr zur Verfügung stehen.

Dieses Buch lädt Sie dazu ein, ganz genau hinzusehen zu diesem Element und sich einmal fragen zu können, was ist Wasser eigentlich? Welchen Stellenwert hat Wasser für Sie, ganz persönlich und für uns als Menschheit?

Die Frage dieses Buches ist so einfach wie komplex. »Was ist die beste Hydration für den Menschen?« Welches Smartphone ist das Beste? Welche Sportmannschaft ist die Beste? Welches Land ist am besten, um dort Urlaub zu machen? Die Antworten darauf sind für viele von uns selbstverständlich.

Aber doch die einfach simple Frage, wie sieht die perfekte Hydration für unseren Körper aus? Diese einfache Frage wirkt eigentlich fast schon exotisch. Und das, obwohl Wasser die absolute Basis unseres Lebens darstellt.

Ein Grund dafür könnte sein, dass die Antwort auf die Frage, was ist die perfekte Hydration für den Menschen, dass diese simple Frage längst schon beantwortet ist. Seit langem. Absolut und nachhaltig. Die Antwort auf eine der essentiellsten Fragen unseres Lebens ist von den genialen Marketingabteilungen der Getränkehersteller bestens beantwortet. Diese Antworten lesen Sie direkt auf den Etiketten der edel gestalteten Flaschen. Und Ihr Unterbewusstsein hat die Antworten schon längst durch endlose Werbungen verinnerlicht.

Dieses Buch ist eine Fahrt zu verschiedenen Stationen des Wissens. Eine Reise vom Groben ins Feine.

Das erste Kapitel soll Ihre Faszination darüber wecken, was wunderbares Wasser eigentlich ist, noch völlig unabhängig von seiner Wirkung. Nach dem ersten Kapitel werden Sie besser verstehen können, warum es sich tatsächlich sehr lohnen kann, sein Trinkwasser zu reinigen.

Welche Arten der Reinigung von Wasser existieren, behandeln wir in Kapitel 2. Sie erfahren technisches Basiswissen und können Verständnis darüber erlangen, welche die mit grossem Abstand höchste Art der Wasserreinigung ist.

Der höchsten Art der Wasserveredelung ist Kapitel 3 gewidmet, »Das Erbe der Alchemie«.

Das vierte Kapitel habe ich mit jener Freude darüber geschrieben, die man empfinden kann, wenn man Aberglauben und falschen Glaubenssätzen mit validen Daten begegnen kann. Sie werden in Kapitel 4 in ein Geheimnis eingeweiht, welches Sie so wahrscheinlich zum ersten Mal hören.

In Kapitel 5 kommen wir zu einem besseren Verständnis darüber, wie hochreinstes Wasser in unserem Organismus wirkt und welche enorme Rolle es in unserem Körper spielt. Wir beleuchten dies mit den modernsten biophysikalischen Fakten.

Das Kapitel 6 handelt wohl von der entsprechendsten Analogie dafür, wenn man ein Buch über die perfekte Hydration für den Menschen schreiben will. Das Kapitel 6 zeigt Ihnen auf die wohl persönlichste Art auf, was Ihr eigener Organismus Fantastisches entwickelt hat, um die wichtigsten Zentren Ihres Körpers mit dem reinsten Wasser zu fluten, das Ihr Körper selbst herzustellen imstande ist.

Die meisten von Ihnen werden über diesen erstaunlichen Prozess wohl zum ersten Mal hören. Es ist gut möglich, dass Sie sehr darüber fasziniert sein könnten.

Denn auch nicht minder bedeutend war seine Entdeckung im Jahre 2003. Der biophysikalische Nachweis, dass jeder unserer Körper dieses Wunder vollbringen kann, war so bedeutend, dass er im selben Jahr mit einem Nobelpreis geehrt wurde.

Im Kapitel 7 begleiten wir Wasser durch unseren Körper. Wir können das Element bei seiner erstaunlichen und kontinuierlichen Arbeit in uns als Lebensträger beobachten. Sie erfahren, welch unglaubliche Mengen an Wasser jeden Tag allein nur durch Ihre Nieren strömen. Oder anders gefragt, was schätzen Sie? Wie viel Liter Wasser durchströmen täglich Ihre Nieren? Welche Bedeutung haben Wasserströme für das Leber- und Lymphsystem? Auch über diese Erkenntnisse könnten Sie sehr erstaunt sein.

Das Kapitel 8 schlägt die Brücke von der Theorie zur Praxis. Sie erfahren Impulse darüber, wie sich Reinigungskuren mit der besten Hydration am effektivsten gestalten können.

Kapitel 9 widmet sich Fragen des Alltags in Verbindung im Umgang mit dieser edelsten aller Arten der Hydration.

Das letzte Kapitel bündelt alle Erkenntnisse dieses Buches zu einem klaren Fokus und verblüffenden Schlusspunkt. Alle Erkenntnisse führen zu einem zeitlosen Gleichnis des grossen Paracelsus.

Kapitel 1

Sie trinken die »seltsamste Flüssigkeit« der Welt

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Um bei Ihnen gleich zu Beginn dieses Buches eine echte Faszination für das Element Wasser zu wecken, ist es wohl am wirkungsvollsten, Sie als erstes mit einigen seiner bemerkenswertesten Paradoxien vertraut zu machen. Auf molekularer Ebene eröffnet sich im Element Wasser ein schier grenzenloses Universum von unfassbarer Winzigkeit. Enorm, sich überhaupt vorstellen zu können, dass ein einzelnes Wassermolekül so klein ist, so winzig, dass man über drei Millionen von ihnen eins an eins aneinanderreihen müsste, um lediglich die Strecke eines einzigen Millimeters zu überbrücken.

Wenn man sich einen Wassertropfen in der Grösse eines Stecknadelkopfes vorstellen könnte, sich das so wahr dreidimensional vorstellen könnte, dann würde dieser stecknadelkopfgrosse Tropfen Wasser aus Trilliarden aus Wassermolekülen bestehen. Und alle Moleküle in steter und hochdynamischer Bewegung.

Zwischen diesen Wassermolekülen wirken Kräfte von solch komplexer Natur, dass wir ihre wahre Einzigartigkeit erst in den tiefsten Ebenen der Quantenphysik erahnen können. Die Wissenschaft bezeichnet Wasser völlig zu Recht als die seltsamste Flüssigkeit der Welt. Wasser verhält sich oft völlig widersprüchlich und erweckt mitunter sogar den Anschein, als könne es sich schier über die geltenden Naturgesetze hinwegsetzen.

Wissenschaftler der Universität Stockholm fanden zum Beispiel heraus, dass Wasser nicht nur eine einzige Flüssigkeit ist, sondern gleichzeitig aus Zweien besteht. Zum besseren Verständnis lässt sich dieses Paradoxon mit einer Tanzfläche beschreiben, auf der ein und derselbe Mensch zum einen einen geordneten Walzer tanzt, aber zeitgleich dazu einen völlig chaotischen Pogo.

Schon die Vorstellung dieses Bildes allein ist eine gewisse Herausforderung. Nach den klassischen Gesetzen der Thermodynamik ist es eigentlich auch unmöglich. Doch wie erwähnt, es ist empirisch nachgewiesen. Ein anderes Beispiel für die Seltsamkeit des Wassers können Sie sogar selbst überprüfen. Stellen Sie dazu zwei Gläser Wasser in Ihren Gefrierschrank. Das eine Glas füllen Sie mit kaltem Wasser. Das andere Glas füllen Sie mit etwa 80 Grad heissem Wasser. Nun die Frage. Was glauben Sie, welches der beiden Gläser wohl schneller zu Eis gefrieren wird? Sie werden es sicher schon erraten haben. Unerklärlicherweise das Glas mit dem heissen Wasser. Dieses Paradoxon ist als Mpemba-Effekt bekannt und verblüfft die Fachwelt bis heute.

Und wenn wir schon dabei sind, haben Sie schon einmal etwas von der Dichteanomalie des Wassers gehört? Wenn sich Materie abkühlt, zieht sie sich nach den Gesetzen der Thermodynamik zusammen und wird dabei schwerer und kompakter. Wasser befolgt dieses Gesetz jedoch nur teilweise, genauer gesagt bis zu einer Grenze von exakt 4 Grad Celsius. Das ist der Punkt, an dem Wasser seine höchste Molekulardichte erreicht.

Sinkt die Temperatur weiter in Richtung Nullpunkt, zeigt sich das nächste Paradoxon. Das Wasser beginnt plötzlich, entgegen der physikalischen Logik, sich wieder auszudehnen und leichter zu werden. Schwer erklärbar, aber doch verdanken wir diesem Eigensinn das gesamte Leben auf unserem Planeten.

Da Wasser am Gefrierpunkt leichter ist als Wasser bei 4 Grad, sinkt es als Eis nicht auf den Grund eines Sees, sondern schwimmt auf seiner eigenen Oberfläche. Das bildet eine isolierende Schicht, unter der die Wärme in der Tiefe bewahrt wird. Ohne diese Dichteanomalie würden alle Gewässer von unten nach oben durchfrieren, was jegliches Leben im Wasser vernichten würde. Das wirkt fast so, als würde das Wasser das Leben bewusst beschützen wollen.

Auch die Oberflächenspannung dieses Elements ist ein Mysterium. Sie ermöglicht es nicht nur Insekten mühelos über seine Oberfläche zu gleiten, sondern sie ist auch die treibende Kraft hinter dem Kapillareffekt. Dies ist ein Vorgang, den man ohne Übertreibung als den beeindruckendsten Fahrstuhl der Natur bezeichnen könnte. Wasser besitzt nämlich die erstaunliche Fähigkeit, sich gegen die Schwerkraft zu bewegen.

Ein 100 Meter hoher Mammutbaum etwa besitzt keine mechanische Pumpe, um Nährstoffe aus dem Boden in seine Krone zu fördern. Es ist das Wasser selbst, dem es auf bemerkenswerte Weise gelingt, vom Erdreich bis hoch hinaus in die obersten Blattspitzen zu gelangen. Der Gravitation zum Trotz. Das nennt man Kohäsion.

Zu dieser bemerkenswerten Kraft gesellt sich die Fähigkeit des Wassers, sich mit nahezu allen anderen Stoffen zu verbinden. Keine andere Flüssigkeit ist dazu in der Lage, eine so grosse Zahl an Substanzen in sich aufzulösen wie Wasser. Die Fähigkeit von Wasser als Lösungsmittel beruht primär auf der Dipoleigenschaft des Wassers. Das bedeutet, jedes einzelne Wassermolekül wirkt wie ein winziger Magnet. Ein Magnet, der andere Teilchen anzieht, die Teilchen umschliesst und die festen Strukturen der Teilchen aufbricht.

Diese Eigenschaft von Wasser hat jedoch eine gravierende Kehrseite. Wasser unterscheidet nicht zwischen wertvollen Mineralien und schädlichen Giftstoffen. Bereitwillig nimmt Wasser auch all jene Substanzen in sich auf, die im Trinkwasser gelöst belastend für uns wirken können.

Dabei sprechen wir längst nicht mehr nur von Kalk oder Spuren von Chlor im Leitungswasser. Wir sprechen heute von Substanzen, die als ewig gelten. Ewig deswegen, weil sie biologisch in uns nicht mehr abbaubar sind und dauerhaft in unserem Körper verbleiben.

Eine schweizweite Kampagne der Kantonschemiker offenbarte 2023, dass PFAS in fast jeder zweiten Trinkwasserprobe nachgewiesen wurden. Bei PFAS handelt es sich um jene Ewigkeitschemikalien, die sich im menschlichen Gewebe anreichern und von selbst niemals mehr verschwinden.

Untersuchungen der Nationalen Grundwasserbeobachtung der Schweiz, NAQUA, belegen, dass bereits an jeder siebten Messstelle im Schweizer Grundwasser Rückstände von Medikamenten wie Antibiotika, Blutdrucksenkern oder Antiepileptika zu finden sind. In Deutschland wurden im Leitungswasser Rückstände von über 150 verschiedenen Arzneimitteln nachgewiesen.

Hand in Hand mit dieser Belastung schreitet die Ausbreitung von Mikroplastik und hochkomplexen Rückständen der Chemie- und Pharmaindustrie voran. Wir sprechen von Stoffen, die bereits in winzigsten Nanogrammmengen Auswirkungen auf unseren menschlichen Organismus haben können.

Zwar gilt unser Trinkwasser zu Recht als eines der am strengsten kontrollierten Lebensmittel, doch stösst die herkömmliche Überwachung angesichts solch komplexer Substanzen schlichtweg an systemische Grenzen. Die enorme Herausforderung verdeutlicht ein Blick auf die nackten Zahlen. In der EU sind mittlerweile über 100.000 chemische Substanzen registriert. Gesetzliche Verordnungen wie die EU-Trinkwasserrichtlinie oder die Schweizer Trinkwasserverordnung TBDV konzentrieren sich in der Routineprüfung jedoch auf lediglich 60 bis 80 Leitparameter.

Die beruhigende Nachricht ist, alle tun ihr Bestes. Doch aber leider, dass diese Kontrollen zuverlässig vor akuten Gefahren und klassischen Schadstoffen schützen, bleibt eine entscheidende Lücke bestehen. Denn Substanzen, nach denen bei der Prüfung nicht gezielt gesucht wird, tauchen auch in keinem Bericht auf. Selbst nicht, wenn sie tatsächlich im Wasser vorhanden wären. Man findet nur das, nach was man auch misst.

Dass unsere Kläranlagen den enormen chemischen Belastungen unserer Konsumgesellschaft nicht mehr gewachsen sind, liegt auf der Hand. Allein in der Schweiz werden derzeit über 100 Anlagen für Milliardenbeträge aufgerüstet, um zumindest einen Teil der komplexen Mikroverunreinigungen abzufangen.

»Würden unser Benzin und Diesel seit Jahrzehnten ebenso so massiv mit exotischen und neuartigen Stoffen kontaminiert wie unser Trinkwasser, stünde ein Grossteil unserer Fahrzeuge längst still.«

Parallel dazu werden gesetzliche Grenzwerte für Schadstoffe stetig neu verhandelt. Dabei ist es entscheidend zu verstehen, dass solche Grenzwerte kein biologisches Optimum für ihre Gesundheit definieren. Sie sind vielmehr ein politischer und technischer Kompromiss zwischen dem, was wünschenswert wäre, und dem, was für die Wasserwerke wirtschaftlich und technisch überhaupt machbar ist.

Ihre Zellen jedoch kennen keine wirtschaftliche Tragbarkeit. Ihr Körper muss schlichtweg mit dem arbeiten, was ihm geboten wird, ungeachtet dessen, wie hoch die Belastung des Wassers tatsächlich ist. Unser Organismus macht ununterbrochen das Beste aus den verfügbaren Ressourcen, die ihm zur Verfügung gestellt wird. Genial. Unglaublich. Real.

Wir können uns glücklich schätzen, dass unsere Biologie mit einer Anpassungsfähigkeit ausgestattet ist, die bisher noch keine Technik der Welt nachahmen konnte. Würden unser Benzin und Diesel seit Jahrzehnten ebenso massiv mit exotischen und neuartigen Stoffen kontaminiert wie unser Trinkwasser, stünde ein Grossteil unserer Fahrzeuge längst still.

Kapitel 2

Die Werkzeuge der Wasserreinigung

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Wasser muss rein sein, nicht nährstoffreich. Seine Qualität definiert sich nicht über das, was es enthält, sondern über all das, was nicht in ihm zu finden ist. Die Geschichte der Wasserreinigung ist eng mit dem Fortschritt der Menschheit verknüpft. Als Fundament der Pharmazie und Herzstück der historischen Alchemie ist sie heute unverzichtbar. Weder Pharmahersteller noch medizinische Labore könnten ihre Arbeit ohne den Einsatz von hochreinem Wasser leisten.

»Wasser muss »rein« sein, nicht nährstoffreich. Seine Qualität definiert sich nicht über das, was es enthält, sondern über all das, was »nicht« in ihm zu finden ist.«

In der Pharmazie ist das Aqua ad Injectabilia oder Wasser für Injektionszwecke das am strengsten kontrollierte Element. Um als Träger für Heilmittel zu dienen, muss es vollkommen frei von jeglichen Fremdstoffen sein. Dieser höchste Standard entspringt der Erkenntnis, dass nur ein absolut reines Medium die Kraft besitzt, Wirkstoffe unverfälscht zu transportieren und Heilungsprozesse einzuleiten. Kein Labor der Welt, kein Pharmahersteller und keine medizinische Einrichtung könnte ohne dieses hochreine Wasser existieren.

Regen, hoch oben in den Wolken, ist destilliertes Wasser.

Regen hoch oben in den Wolken ist destilliertes Wasser. Lassen wir unseren Vergleich direkt bei der Natur selbst beginnen. Die Natur selbst wendet seit Anbeginn der Zeit genau jenes Prinzip zur Wasserreinigung an, das wir in diesem Buch als technologische Königsdisziplin betrachten, den Phasenwechsel des Wassers. Wenn die solare Energie der Sonne unsere Flüsse, Seen und Meere erwärmt, steigt das Wasser gasförmig als reiner Dampf in die Atmosphäre auf. Sanft lässt es dabei alle Salze, Sedimente und die materielle Last der Erde hinter sich.

Die Arten der Reinigung

Dieser Moment der Loslösung stellt die ultimative Separation dar. Das Wasser steigt immer höher, bildet Wolken und schliesslich Regen. Nur die wenigsten wissen, dass Regen hoch oben in den Wolken zunächst nichts anderes ist als reines destilliertes Wasser. Da das hochreine Regenwasser, genau wie jedes technisch gewonnene Hochreinwasser, als universelles Lösungsmittel extrem aufnahmefähig und geradezu hungrig ist, nimmt der reine Regentropfen auf seinem Sturzflug zur Erde unweigerlich Gase, Staubpartikel und industrielle Schadstoffe aus der Luft auf.

Wenn dieser so bereits kontaminierte Regen schliesslich auf den Boden trifft und durch die verschiedenen Erdschichten sickert, sättigt er sich weiter mit organischen sowie anorganischen Lasten. So kehrt er letztlich als stofflich hochgesättigtes Wasser wieder in unseren Lebenskreislauf zurück. Unsere Wasserwerke leisten Beachtliches. Ihre Anlagen sind darauf ausgelegt, gigantische Wassermengen für Millionen Haushalte bereitzustellen. von der industriellen Nutzung bis hin zur gewöhnlichen Toilettenspülung.

Sie sind bestrebt, belastetes Wasser bestmöglich zu klären, filtern mechanisch grobe Stoffe, regulieren chemisch den pH-Wert und neutralisieren mikrobiologische Gefahren. Doch eine molekulare Reinigung auf jenem Reinstwasserniveau, das für eine optimale Hydration für den Menschen notwendig wäre, ist unter diesen Bedingungen schlichtweg ökonomisch und technisch unmöglich. Hinzu kommt die Problematik der sogenannten letzten Meile. Denn selbst wenn das Wasser das Werk in kontrolliertem Zustand verlässt, muss es oft kilometerweit durch eine alternde Infrastruktur fliessen.

Auf diesem Weg durch rostige Rohrsysteme und teils marode Leitungen nimmt es erneut Rückstände auf, die in keinem offiziellen Prüfbericht auftauchen und am Ende direkt in ihrem Glas landen. Da auch Sie sich vermutlich all dieser Zusammenhänge bereits bewusst sind, reinigen Sie Ihr Wasser wahrscheinlich schon heute. Gerade deshalb glaube ich, dass dieses Buch für Sie von besonderem Wert sein kann. Sie erfahren darin zum einen, was Wasserreinigung in ihrer Tiefe wirklich bedeutet und zum anderen, welche tiefgreifenden Veränderungen der Genuss von hochreinem Wasser für unseren Organismus eröffnen kann.

Eine einheitliche Masseinheit

Um die Reinheit von Wasser zu messen, benötigen wir zunächst eine einheitliche Masseinheit. Immer mehr Menschen reinigen ihr Trinkwasser mittlerweile in Eigenregie. Dieser Trend spiegelt sich in einem wachsenden Markt für Wasseraufbereitungssysteme wider, der kontinuierlich durch neue Innovationen ergänzt wird. Das Angebot reicht dabei von einfachen Aktivkohlefiltern aus dem Supermarkt bis hin zu technologisch anspruchsvollen und teuren Umkehrosmoseanlagen. Wer mit der Aufbereitung des eigenen Wassers beginnt, sollte sich zunächst mit den wesentlichen Grundlagen vertraut machen.

1. UV-C-Sterilisation

In diesem Zusammenhang stellt sich die wichtige Frage, mit welchen Methoden lässt sich der Reinheitsgrad eines Wassers überhaupt verlässlich bestimmen? Zur Bestimmung der Wasserreinheit nutzt die Wissenschaft zwei Verfahren, TDS und TOC. Das verbreitetste Verfahren der beiden ist die Wasseranalyse per TDS, was für Total Dissolved Solids steht. Ihr Wert wird in Parts per Million erfasst und üblicherweise mit ppm abgekürzt. Eine markante Einschränkung dieser Methode besteht darin, dass sie ausschliesslich elektrisch leitfähige Stoffe im Wasser erfassen kann.

Vier getrennte Listen der Substanzen, die TDS- und TOC-Messungen erfassen, jeweils nach gesundheitlich bedenklich und unbedenklich geschieden
TDS Bedenklich TDS Unbedenklich TOC Bedenklich TOC Unbedenklich
Arsen (As)BicarbonateArzneienHuminstoffe
BleiCalciumBakterienZuckerverbindungen
CadmiumChlorideBenzol (VOC)
KalkGoldGlyphosat
NatriumfluoridKaliumHormone
NitrateMagnesiumMikroplastik
QuecksilberNatriumPestizide
SilberPFOS (PFAS)
SulfateViren

Alle anderen Substanzen, die nicht über diese Leitfähigkeit verfügen, bleiben dieser Analyse völlig stumm. Um auch diese stummen Passagiere sichtbar zu machen, wurde ein zweites Verfahren entwickelt. TOC. Die Abkürzung steht für Total Organic Carbon und gibt detailliert Aufschluss über die Belastung durch Stoffe wie Pestizide, Medikamentenrückstände oder Lösungsmittel. Mit dieser Methode können selbst feinste Nuancen der diversen Substanzen bis auf ein Mikrogramm genau gemessen werden.

Durchschnittliche Belastungswerte von Leitungswasser im regionalen Vergleich
Region TOC ppm TDS ppm Gesamt ppm
Österreich0,19280280
Schweiz0,22320320
Deutschland0,24410410
EU-Schnitt0,30520520
Los Angeles0,45640640
Peking0,73710710
New Delhi0,97980980

Diese Analyse stellt die nachhaltigste Form der Wasseruntersuchung dar. Erst die Summe beider Methoden zusammen ergibt ein vollständiges und ehrliches Bild über den tatsächlichen Reinheitsgrad des Trinkwassers. An dieser Stelle ist jedoch ein wichtiger Punkt zu erwähnen. Analysesysteme per TDS und TOC kosten oft so viel wie ein ganzes Einfamilienhaus und erfordern zudem hochqualifiziertes Fachpersonal und aufwendige Infrastruktur. Für private Anwender bedeutet dies in der Praxis, dass eine schnelle, unkomplizierte und zugleich bezahlbare Prüfung des eigenen Trinkwassers auf Stoffe wie Glyphosat oder Hormone faktisch nicht möglich ist.

Die Wahl der Reinigungsmethode hängt von der Art der Belastung und dem angestrebten Reinheitsgrad ab. Moderne Verfahren lassen sich dabei grob in physikalische, chemische und biologische Reinigungsansätze unterteilen. Während physikalische Methoden Partikel mechanisch zurückhalten, zielen chemische Verfahren auf die Bindung gelöster Stoffe durch Adsorption ab, wie etwa bei der Verwendung von Aktivkohle. Biologische Ansätze hingegen konzentrieren sich auf die Neutralisierung von Mikroorganismen wie Bakterien und Viren durch UV-Bestrahlung.

Eine alchemistische Reinigung des Wassers strebt sogar noch darüber hinaus. Sie will das Wesen des Wassers grundlegend vom Unreinen aller Ebenen scheiden, indem sie neben der stofflichen Freiheit nach der Vitalität von Wasser strebt, seiner Lebenskraft. Sehen wir uns nun die verbreitetsten Methoden an, mit denen Menschen Wasser reinigen. Die UVC-Sterilisation. Blicken wir in den Bereich der Entkeimung, stossen wir auf die UVC-Technologie. Diese hochwirksame Methode sterilisiert mittels Lichtstrahlung bei 254 Nanometern die DNA von allen Mikroorganismen und macht sie damit unschädlich.

2. Ionenaustauscher

Es ist die perfekteste Art der Sterilisation. Doch genau auch hier liegt schon die Grenze dieser Technologie. Da sie keinerlei Materie aus dem Wasser entfernt, verbleiben alle chemischen und stofflichen Kontaminationen zu 100% im Wasser. Das Ergebnis ist zwar ein mikrobiologisch totes Wasser, aber keineswegs ein stofflich reines Medium. Die für unseren Organismus belastenden anorganischen Schadstoffe fliessen ungehindert durch das Licht hindurch in unser Glas. Der Ionenaustauscher Ionenaustauscher werden fälschlicherweise als Reinigungssysteme verstanden.

3. Aktivkohlefilter

Doch in Wahrheit handelt es sich hierbei lediglich um eine stoffliche Umverteilung. Ionenaustauscher tauschen Härtebildner wie Calcium und Magnesium gegen Natrium-Ionen aus. Für ihre Kaffeemaschine mag dieser Schutz vor Verkalkung ein Segen sein. Doch für ihren Körper bleibt die stoffliche Gesamtlast identisch. Das Wasser wird lediglich umetikettiert, aber keineswegs von seiner Last befreit. Der Aktivkohlefilter Ein weit verbreiteter Standard ist die Aktivkohle. Sie wirkt mittels Adsorption wie ein magnetischer Schwamm und ist hervorragend geeignet, um Chlor, Pestizide und organische Gase zu binden.

Das Geheimnis von Aktivkohlefiltern liegt in ihrer gigantischen inneren Oberfläche. Ein Teelöffel hochwertiger Aktivkohle besitzt die Fläche eines ganzen Fussballfeldes. Doch anorganische Lasten wie Kalk, Nitrate oder Schwermetalle passieren diese Barriere nahezu ungehindert. Die Aktivkohle ist ein Spezialist für die Oberfläche. Doch sie kapituliert vor der Tiefe der chemischen Sättigung. Ein oft unterschätztes Risiko bei Aktivkohlefiltern ist die sogenannte Durchbruchgefahr.

4. Umkehrosmose

Das bedeutet, wenn die Kapazität der Kohle erschöpft ist, kann sie die zuvor gebundenen Schadstoffe stossartig wieder an das Wasser abgeben. Zudem bietet die poröse Struktur bei längerem Stillstand einen idealen Nährboden für Bakterien. Ohne eine zusätzliche Barriere bleibt der Aktivkohlefilter daher lediglich ein Baustein in einer umfassenden Reinigungsstrategie, aber niemals eine Komplettlösung für wahre Reinheit. Die Umkehrosmose Die Umkehrosmose ist die technisch anspruchsvollste Form der Filtration.

Wasser wird mit hohem Druck durch eine semipermeable Membran gepresst. Ihre Leistungsfähigkeit ist beeindruckend, denn die Poren dieser Membranen sind so fein, dass sie theoretisch nur Wassermoleküle passieren lassen. Doch trotz ihrer hohen Effizienz bleibt die Umkehrosmose ein Kind der Druckfiltration, mit all deren systemimmanenten Grenzen. Neben dem latenten Risiko der Verkeimung direkt an der Membran, jenem gefürchteten Biofilm, besteht bei der Umkehrosmose, wie bei allen Filtern, stets die Gefahr des sogenannten Konzentrationspolarisationseffekt.

5. Destillation

Dabei sammeln sich Schadstoffe in so hoher Dichte vor der Membran an, dass kleinste molekulare Verbindungen den mechanischen Widerstand schliesslich doch überwinden können. Besonders gasförmige Verunreinigungen oder niedermolekulare Stoffe wie bestimmte Pestizidrückstände schlüpfen oft ungehindert durch dieses Netz. Die Umkehrosmose ist zweifellos der Meister aller Filtersysteme. Doch sie ist nicht absolut sicher vor den feinsten Eindringlingen der chemischen Welt. Die Destillation steht an der Spitze aller Reinigungsverfahren.

Eine Destillation des Wassers bricht radikal mit dem Prinzip des Siebens und Filterns. Die Destillation ist die einzige Methode, die eine echte Separation durch einen molekularen Phasenwechsel erzwingt. Indem das Wasser durch Hitze zum Sieden gebracht und in den gasförmigen Zustand überführt wird, entsteht eine unüberwindbare physikalische Grenze für alles Materielle. Lediglich die reinen Wassermoleküle steigen als Dampf auf und die gesamte belastende stoffliche Vorgeschichte bleibt als Konzentrat im Kessel zurück.

Die zwei Prinzipien der Reinigung

Eine Destillation imitiert exakt den ewigen Kreislauf der Natur. Wie bei der Entstehung von Wolken wird das Wasser hierbei von seiner irdischen Last befreit. Während mechanische Filter lediglich versuchen, Fremdstoffe festzuhalten, lässt die Destillation das Wasser selbst hinter sich. Schwermetalle, Medikamentenrückstände, Nitrate und sogar Viren besitzen einen weitaus höheren Siedepunkt als Wasser und haben daher physikalisch keine Chance, in den Dampfzustand überzugehen. Das Ergebnis ist ein hochreines Kondensat, das in seiner stofflichen Freiheit dem ursprünglichen Regen in der Atmosphäre gleicht.

Ein Filtersystem, egal ob Aktivkohle oder Umkehrosmose, ist stets ein passives Medium. Im Gegensatz dazu ist die Destillation ein aktiver Prozess. Sie greift mit ihrer mächtigen Hitze als einzige Wasserreinigungsart direkt in den molekularen Bereich des Wassers ein. Im entscheidenden Moment des mächtigen Phasenwechsels entheben sich alle Wassermoleküle ihrer materiellen Last und lassen die gesamte stoffliche Vergangenheit hinter sich. Filtration, egal wie hochwertig das Sieb der Membrane ist, bedeutet auch unweigerlich, dass sich das System mit jedem gefilterten Liter Wasser auch selbst immer mehr ein Stück verschmutzt.

Der ultimative Vergleich

Rückhalt einunddreissig Substanzen in fünf Reinigungsverfahren im Vergleich
Substanz Aktivkohle Ionentauscher UV-C Umkehrosmose Destillation
Akarizide~ 60 %00~ 90,0 %~ 99,9 %
Algentoxine~ 60 %00~ 85,0 %~ 99,9 %
Aluminium0~ 70 %0~ 93,0 %~ 99,9 %
Antimon0~ 60 %0~ 85,0 %~ 99,9 %
Arsen0~ 50 %0~ 85,0 %~ 99,9 %
Arzneirückstände~ 70 %00~ 90,0 %~ 99,9 %
Asbestfasern~ 50 %00> 94,0 %~ 99,9 %
Bakterien00~ 99,9 %~ 93,0 %~ 99,9 %
Barium0~ 80 %0~ 90,0 %~ 99,9 %
Blei~ 20 %~ 90 %0~ 93,0 %~ 99,9 %
Cadmium0~ 80 %0~ 93,0 %~ 99,9 %
Chlor~ 90 %00~ 85,0 %~ 99,9 %
Chrom0~ 70 %0~ 85,0 %~ 99,9 %
Dioxine~ 80 %00~ 90,0 %~ 99,9 %
Fluorid0~ 40 %0~ 85,0 %~ 99,9 %
Fungizide~ 70 %00~ 90,0 %~ 99,9 %
Glyphosat~ 70 %00~ 93,0 %~ 99,9 %
Hormone~ 70 %00~ 90,0 %~ 99,9 %
Insektizide~ 70 %00~ 90,0 %~ 99,9 %
Kalk0~ 80 %0~ 85,0 %~ 99,9 %
Kupfer~ 20 %~ 90 %0~ 93,0 %~ 99,9 %
Mangan0~ 80 %0~ 90,0 %~ 99,9 %
Mikroplastik~ 30 %00> 94,0 %~ 99,9 %
Nitrat0~ 50 %0~ 80,0 %~ 99,9 %
Nickel~ 20 %~ 80 %0~ 93,0 %~ 99,9 %
PFAS~ 40 %00~ 85,0 %~ 99,9 %
Pestizide~ 70 %00~ 90,0 %~ 99,9 %
Quecksilber~ 40 %~ 60 %0~ 90,0 %~ 99,9 %
VOCs~ 70 %00~ 40,0 %~ 90 %
Viren00~ 99,9 %~ 90,0 %~ 99,9 %
Uran0~ 70 %0~ 90,0 %~ 99,9 %

Ein Filter ist logischerweise an seinem ersten Tag am effektivsten, da komplett sauber. Doch ab diesem Moment verliert er kontinuierlich an Leistung und wird allmählich immer mehr zum Sammelbecken für genau jene Lasten, die er eigentlich eliminieren sollte. Das kann bei mangelnder Wartung sogar zu einer gefährlichen Rückverkeimung des Wassers führen. Wenn ein Filter seine Sättigungsgrenze erreicht und nicht ersetzt wird, kann es passieren, dass das System die über Wochen gesammelten Schadstoffe schlagartig wieder ins Wasser abgibt.

Eine Destillation hingegen bleibt bei jedem Durchgang so leistungsfähig wie am ersten Tag. Bei einer Destillation muss auch niemals etwas ersetzt werden, da die Gesetze der Thermodynamik keiner Abnutzung unterliegen. Die Trennschärfe zwischen reinem Dampf und belastetem Konzentrat bleibt stets identisch. Zudem wirkt die Hitze des Prozesses wie eine natürliche Autoklavierung des gesamten Destillationssystems. Die Erkenntnis, die aus all diesen Vergleich ist, mit grossem Abstand ist die Reinigung von Wasser mittels einer Destillation die mit Abstand höchste Form einer Wasserreinigung.

Kapitel 3

Das Erbe der Alchemie, die Destillation

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»Solve et Coagula«, trenne und verbinde.

Paracelsus war es, der sagte, »Solve et Coagula«, was bedeutet, trenne und verbinde. Dieser bekannte alchemistische Spruch findet in der Destillation seine vollendete physische Entsprechung. Es handelt sich um das einzige Verfahren, welches das Wasser radikal von seiner stofflichen Last trennt, um es danach im Zustand perfekter Reinheit neu zu verbinden. Das Geheimnis der Destillation liegt im molekularen Phasenwechsel.

Damit ist der Übergang vom flüssigen in den gasförmigen Zustand beim Erreichen des Siedepunkts bei 100 Grad gemeint. Im Moment des Verdampfens vollziehen die Wassermoleküle die radikalste Trennung von Schadstoffen. Jene Last, die im flüssigen Zustand noch so stark mit dem Wasser verbunden war, löst sich auf einen Schlag. Als reiner Dampf steigen die Wassermoleküle auf, kondensieren im Kühlsystem und werden schliesslich zu hochreinen Tropfen, die nacheinander in das Auffangglas fallen.

Alle Rückstände verbleiben als milchig-trübes Konzentrat im Verdampfungsgefäss. Die Meisterklasse einer Destillation von Wasser findet in der Glasdestillation statt. Eine Glasdestillation markiert die Königsklasse der Wasseraufbereitung. Eine Glasdestillation ist die vollendete Symbiose aus technischer Präzision und menschlicher Achtsamkeit. Ursprünglich als Instrument der Alchemie entwickelt, findet man dieses System üblicherweise in Laboren, wo es von geschultem Fachpersonal bedient wird.

Nicht jedermann ist dazu fähig, Wasser mittels einer Glasdestillation zu reinigen. Wer sich für diesen Weg der Wasserreinigung entscheidet, benötigt mehr als nur technisches Equipment. Ein angehender Destillateur benötigt Einarbeitungszeit und ein tiefes Verständnis für das Element. Der Einsatz einer Glasdestillation stellt hohe Anforderungen an den Charakter des Anwenders. Eine Glasdestillation ist nicht für jedermann. Ein Destillateur hat Geduld, Gewissenhaftigkeit und eine klare und bewusste Hinwendung zum Element Wasser.

Das mag elitär klingen, doch genau in diesem Anspruch an den Anwender offenbart sich die verborgene Ästhetik dieser segensreichsten Methode der Wasserreinigung. Der Destillateur ist der wichtigste Teil dieses höchsten aller Veredelungsprozesse des Wassers. Darüber hinaus ist die Glasdestillation der einzige Weg, den magisch faszinierenden Phasenwechsel des Wassers unmittelbar mit seinen Augen direkt und live zu verfolgen. Wasser mittels einer Glasdestillation zu veredeln, ist ein kontemplativer Vorgang, ein beinahe magisch anmutender Vorgang.

Faszinierend kann man beobachten, wie diese mächtigste aller Wasserreinigungen geschieht. Sachte beginnt das Wasser im Glaskolben zu sieden. Unsichtbar steigt der reine Dampf empor. Im gläsernen Kühler kondensiert das Wasser und wandelt sich wieder von dampfförmig in flüssig. Bis schliesslich Tropfen für Tropfen das gereinigte Wasser als hochreinste Essenz sich im Auffangglas sammelt. Was für ein Geschenk an die Menschheit! Wer die Kunst der Destillation mit Glas, die Kunst der höchsten Purifikation von Wasser erlernt, erlernt gleichzeitig auch die unübertreffbar edelste Form der Aufbereitung von Wasser, die Mehrfachdestillation.

Die Kunst der Mehrfachdestillation

Wenn herkömmliche Filter, auch die hochwertigsten, bei extrem hartnäckigen Stoffen an ihre Grenzen stossen, erlaubt die Mehrfachdestillation, also der wiederholte Phasenwechsel, eine schier endlose Steigerung der Reinheit von Wasser. Man kann sich eine Mehrfachdestillation vorstellen wie eine Serie von immer feiner werdenden Sieben, wobei jedes Sieb die winzigen Durchschlupfe des vorherigen Siebes erweitert. Wissenschaftlich betrachtet erhöht sich die Trennschärfe mit jedem einzelnen Durchgang auf exponentielle Weise.

Eine einfache Destillation hält bereits 99 Prozent aller Schadstoffe zurück. Es bleibt lediglich ein winziges Prozent als Rest im Wasser. Schickt man danach dieses bereits hochreine Wasser ein zweites Mal durch den molekularen Phasenwechsel der Destillation, greift die Reinigung erneut, ein weiteres Mal, mit derselben unbestechlichen Effizienz und reduziert dieses verbliebene Prozent wiederum um 99% seines Wertes. Dann, mit jedem weiteren Durchlauf, multipliziert sich dieser Reinigungseffekt somit mathematisch, wodurch die Konzentration der Fremdstoffe nicht nur sinkt, sondern förmlich in sich zusammenbricht.

Lediglich auf diese Weise der Mehrfachdestillation lassen sich selbst die widerstandsfähigsten Ewigkeitschemikalien Schicht für Schicht isolieren und im Verdampfer zurücklassen. Was am Ende dieses faszinierenden Prozesses im Auffangglas landet, ist ein Wasser von einer Brillanz und Reinheit, die absolut jenseits herkömmlicher Messskalen liegt. Diese Reinheit markiert den absoluten Goldstandard der Wasserveredelung. Reinstwasser. Absolut frei von allen Fremdstoffen. Was heute in modernen Laboren als technisches Höchstmass an Reinheit gilt, bildete jedoch schon vor Jahrhunderten das Fundament der Alchemie.

Die Meister der Alchemie verstanden unter der Mehrfachdestillation jedoch noch weit mehr als nur eine blosse, mechanisch intensivere Säuberung. Ihr Ziel war es, das Wasser durch die stetige Wiederholung der Reinigungsschritte maximal energetisch zu potenzieren und es auf eine völlig neue Qualitätsebene zu heben. So etwa sah Paracelsus, jener weltbekannte Arzt und Alchemist, in einer Mehrfachdestillation weit mehr als nur eine stoffliche Reinigung. Paracelsus sprach von einer neunfachen Destillation.

Paracelsus’ These nach verliert das Wasser bei einer neunfachen Destillation seine grobstoffliche Schwere und nimmt in seiner Aufnahmekapazität mit jedem Durchgang für heilende Signaturen stetig zu. Paracelsus sagte, der Geist des Wassers würde aus seiner materiellen Trägheit befreit und würde erst und nur so wahrhaft nutzbar gemacht. Die ersten drei Destillationen dienen der Reinigung des Körpers des Wassers. Die zweiten drei Reinigungen würden den Geist des Wassers befreien.

Die dritten drei Destillationen schliesslich legen die Seele des Wassers frei. Und nach allen neun Durchgängen sei das Wasser schliesslich in seiner inneren Kraft vollkommen erwacht. Und jetzt erst sei das Wasser von allen irdischen, geistigen und energetischen Schlacken gereinigt. Das Wasser ist nun zur Essenz der Essenz gewandelt, zur sagenhaften Materia Prima. Dazu müssen Sie wissen, dass diese Materia Prima für Paracelsus die Basis all seiner Arzneien und Elixiere bildete, wegen deren Heilwirkung er weit über die Grenzen seiner Zeit hinaus Weltruhm erlangte.

Paracelsus sagte, »Und alles musst du selbst tun«. Dieses Credo der Alchemie hat bis heute nichts von seiner Bedeutung verloren. Und am deutlichsten zeigt sich die Gültigkeit dieses alchemistischen Kredos bei der Suche nach einer Antwort auf die einfache Frage, wo man trinkbares, destilliertes Wasser eigentlich kaufen kann. Wer sich nämlich auf die Suche nach einer solchen Quelle begibt, wird schnell feststellen, dass dies ein fast aussichtsloses Unterfangen darstellt. Das vermeintlich destillierte Wasser aus dem Baumarkt oder von der Tankstelle hat ausser dem irreführenden Namen absolut nichts mit dem reinen Destillat zu tun, um das es in diesem Buch geht.

Viele hoffen bei ihrer Suche im Reformhaus, in der Apotheke oder im Biomarkt fündig zu werden. Doch die Realität ist ernüchternd, da es faktisch keine Anbieter gibt, die destilliertes Wasser offiziell als Lebensmittel anbieten. Dieser Umstand hat jedoch sehr nachvollziehbare Gründe. Da sich die hartnäckige Angst über die angebliche Gefährlichkeit von destilliertem Wasser noch immer in weiten Teilen der Bevölkerung hält, würde eine nennenswerte Nachfrage bereits im Keim ersticken. Zudem wären die Produktion und die Logistik für ein derart sensibles Produkt so aufwendig, dass der Verkaufspreis exorbitant hoch ausfallen müsste. Die einzige sichere Quelle für erstklassig destilliertes Wasser ist und bleibt die eigene Gewinnung.

Nach all diesen Vergleichen lassen wir die technischen Betrachtungen nun hinter uns und widmen uns dem eigentlichen Kern dieses Buches. Der Frage, was ist die perfekte Hydration für den Menschen? Wer aber offen ausspricht, destilliertes Wasser zu trinken, sieht sich meist mit tiefem Entsetzen und einem fast schon reflexartigen Unglauben konfrontiert. Warum solche Reaktionen erfolgen und welche tief verwurzelten Vorurteile sich hinter dieser Mauer an Ablehnung verbergen, ergründen wir im nächsten Kapitel.

Kapitel 4

Eine Mauer aus Unwissen und Vorurteilen

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Es klingt paradox, dass in einer Zeit, in der wir jede Zutat unserer Nahrung kritisch hinterfragen, gegenüber dem Trinken des reinsten aller Wasser ein kollektives Misstrauen herrscht.

Wasser ist Nahrung

Es klingt paradox, dass in einer Zeit, in der wir jede Zutat unserer Nahrung kritisch hinterfragen, gegenüber dem Trinken des reinsten aller Wasser ein kollektives Misstrauen herrscht. Wenn Gespräche das Thema streiften, was durch das Trinken von destilliertem Wasser im Körper alles geschehen kann, fühlte es sich oftmals so an, als würde das Thema eine regelrechte Welle aus Vorurteilen und Ablehnung auslösen. Der grösste Irrglaube ist, Wasser ist Nahrung.

Der menschliche Körper ist kein Steinbruch. Er benötigt »organische »Lebenskraft« anstatt anorganische »Last«.

Eines der hartnäckigsten Dogmen im Bereich der Ernährung ist die Vorstellung, dass wir unseren Bedarf an Mineralien über das Trinkwasser decken müssten. Diese Annahme ist jedoch aus physiologischer Sicht ein grundlegender Irrtum. Um die Rolle der Mineralien im Wasser richtig zu verstehen, müssen wir zwischen zwei grundlegend verschiedenen Formen der Materie unterscheiden, nämlich zwischen anorganischen und organischen Mineralstoffen. Der menschliche Körper ist kein Steinbruch.

Er benötigt organische Lebenskraft anstatt anorganische Last. Der menschliche Körper ist darauf programmiert, seine Mineralien aus der Nahrung zu ziehen, während er Wasser primär als Lösungs- und Reinigungsmittel erkennt. Werden ihm über das Wasser jedoch hohe Mengen anorganischer Stoffe zugeführt, bedeutet das für das System in erster Linie zusätzliche Regulationsarbeit. Menschen, biologisch betrachtet, sind heterotroph. Das bedeutet, dass wir darauf angewiesen sind, Energie und Nährstoffe primär aus organischen Verbindungen zu beziehen.

Perfekte Hydration für den Körper bedeutet, ihm ein »absolut leeres« Medium zuzuführen.

Die Pflanze hingegen ist autotroph. Das bedeutet, eine Pflanze besitzt die magisch anmutende Fähigkeit der Photosynthese. Dies fügt sich in den alchemistischen Prozess der Transmutation. So wie aus der Raupe der Schmetterling wird, so schafft die Pflanze diese fantastische Umwandlung der Mineralien von einer toten in eine lebendige Form. Denn erst jetzt sind die Mineralien in komplexe Molekülketten eingebettet und für unsere Zellen bio-verfügbar. Wenn Sie Magnesium für Ihre Muskeln oder Calcium für Ihre Knochen benötigen, ist ein Apfel, eine Handvoll Nüsse oder grünes Blattgemüse eine weitaus effizientere Quelle als jeder Liter Mineralwasser.

Destilliertes Wasser ist tot!

Dazu gibt es noch ein paar erstaunliche Details in der nächsten Tabelle. Perfekte Hydration für den Körper bedeutet ihm ein absolut leeres Medium zuzuführen. Ein weiterer Irrglaube ist, destilliertes Wasser wäre tot. Die Annahme, destilliertes Wasser sei tot, rührt primär daher, dass es frei von anorganischen und organischen Inhaltsstoffen ist. Viele Menschen betrachten diese gelösten Stoffe fälschlicherweise als unverzichtbar für ihren Mineralstoffhaushalt. Daraus resultiert die Überzeugung, dem Wasser sei durch die Destillation seine Vitalität entzogen worden.

Tatsächlich war der Mineralgehalt im Trinkwasser historisch gesehen nur in Zeiten extremer Hungersnöte relevant. Wenn kaum feste Nahrung zur Verfügung stand, diente jedes Milligramm an gelösten Mineralien im Wasser als überlebensnotwendige Krücke. In der Gegenwart hat sich diese Situation jedoch grundlegend gewandelt. Durch unser modernes Nahrungsangebot decken wir unseren Bedarf an Vitalstoffen längst über feste Lebensmittel. Die folgende Tabelle untermauert diese Erkenntnis eindrucksvoll.

Empfohlene Tagesdosis zehn essenzieller Mineralstoffe, ihr Mittelwert im Leitungswasser und die daraus erforderliche Wassermenge
Mineral empfohlene Tagesdosis Mittelwerte im Leitungswasser erforderliche Wassermenge
Calcium (Ca)1.000 mg20 – 100 mg/L10 – 50 Liter
Magnesium (Mg)300 – 400 mg5 – 20 mg/L15 – 80 Liter
Natrium (Na)1.500 mg5 – 20 mg/L75 – 300 Liter
Chlorid (Cl)2.300 mg5 – 30 mg/L75 – 460 Liter
Kalium (K)2.000 – 4.000 mg1 – 5 mg/L400 – 2.000 Liter
Zink (Zn)7 – 10 mgkaum nachweisbar> 2.000 Liter
Eisen (Fe)10 – 15 mg< 0,1 mg/L> 100 Liter
Phosphor (P)700 mg< 1 mg/L> 700 Liter
Selen (Se)55 µgkaum nachweisbar> 2.000 Liter
Jod (I)150 µgkaum nachweisbar> 2.000 Liter

Sie stellt links den offiziell empfohlenen Tagesbedarf an essentiellen Mineralstoffen für einen durchschnittlichen Erwachsenen dar. Diesen Empfehlungen stehen die Mittelwerte der Mengen gegenüber, die im Leitungswasser der DACH-Region – Deutschland, Österreich und Schweiz – durchschnittlich gelöst sind. Die ganz rechts in der Tabelle stehende erforderliche Wassermenge macht deutlich, wie wenig das Medium Wasser zur tatsächlichen Nährstoffversorgung beiträgt. Schauen wir uns dazu einige konkrete Zahlen an.

Für die ausreichende Zufuhr von Calcium liegt die empfohlene Tagesdosis bei 1000 mg. Da im Leitungswasser jedoch im Schnitt nur 20 bis 100 mg pro Liter gelöst sind, müsste ein Erwachsener täglich 10 bis 50 Liter Wasser trinken, um diesen Bedarf allein über das Trinkwasser zu decken. Bei Magnesium sieht es ähnlich aus. Bei einem Tagesbedarf von 300 bis 400 mg müssten wir täglich 15 bis 80 Liter trinken. Noch extremer wird das Verhältnis bei den essentiellen Spurenelementen. Für die tägliche Dosis von 7 bis 10 Milligramm Zink oder 55 Mikrogramm Selen sind die Mengen im Leitungswasser so gering, dass sie kaum nachweisbar sind.

Die erstaunlichste Tabelle

Holzfässer mit Vorräten an »Trinkwasser«

Um den Bedarf rein über das Wasser zu decken, wäre theoretisch jeweils eine utopische Menge von weit über 2000 Litern am Tag notwendig. Ich kann mir vorstellen, dass diese Zahlen Sie erstaunen. Mir erging es bei der Erstellung dieser Gegenüberstellung nicht anders. Die Ergebnisse verdeutlichen unmissverständlich, dass Trinkwasser in Mitteleuropa keine signifikante Quelle zur Deckung unseres täglichen Mineralstoffbedarfs darstellt. Da wir unsere essentiellen Mineralstoffe nahezu vollständig über die feste Nahrung aufnehmen, kann der Genuss von destilliertem Wasser keine nennenswerten Defizite verursachen.

Destilliertes Wasser kann dich »töten«

Diese Fakten rücken die konkrete Bestimmung unseres Trinkwassers in ein völlig neues Licht. Wasser dient nicht als relevanter Nährstofflieferant, sondern fungiert primär als unser universelles Lösungs- und Transportmittel. Destilliertes Wasser kann dich töten. Stellen Sie sich das Jahr 1492 vor. Eine Zeit, in der Amerika noch nicht einmal entdeckt war. Die stolze Seeflotte des Christoph Kolumbus segelt mit den Schiffen Pinta, Niña und Santa Maria in unbekanntes Land. Allein von dem Vorhaben getrieben, Indien auf dem Seeweg zu erreichen, segelten sie ins absolute Ungewisse.

Die Flotte von Kolumbus legte am Donnerstag, den 6. September 1492, im Laufe des Vormittags im Hafen von San Sebastian auf La Gomera ab. Die Besatzung bestand aus 90 Mann. 26 von ihnen dienten auf der Pinta und 24 auf der Niña. 40 Mann waren an Bord ihres Flaggschiffs Santa Maria. Es dauerte 36 Tage über den offenen Atlantik, bis alle Schiffe am Freitag, den 12. Oktober 1492, schliesslich eine Insel der heutigen Bahamas erreichten. Kolumbus gab diesem Neuland aus tiefer Dankbarkeit den Namen San Salvador.

Das bedeutet übersetzt Heiliger Erlöser. Er wählte diesen Namen bewusst, weil diese Insel die letzte Rettung für seine völlig erschöpfte Mannschaft war, obgleich alle Männer der ursprünglichen Besatzung heil das neue, unbekannte Land erreichten. Während der Überfahrt arbeitete die Besatzung in der brennenden Hitze der Sonne, während andere im Schatten unter Deck in der feuchten Hitze des Atlantiks schufteten. Unter solch extremen Bedingungen benötigt ein Mann für seine Hydration sicherlich drei Liter Trinkwasser pro Tag.

Doch unser Körper ist keine Petrischale.

Das ergibt für die gesamte Flotte einen Bedarf von 270 Litern Trinkwasser an jedem einzelnen Tag auf hoher See. Bezogen auf die gesamte Überfahrt führt diese Rechnung zu einer gewaltigen Summe an nötigen Wasservorräten. Das würde zwangsläufig auch in der Planung allerdings voraussetzen, dass Kolumbus gewusst hätte, dass sein Ziel exakt nach 32 Tagen erreicht würde. Doch Kolumbus wusste nicht, wie lange seine Reise dauern würde. Vielleicht 36 Tage, vielleicht 90 Tage. Vielleicht hätte die gesamte Besatzung auch niemals wieder Land gesehen.

Vielleicht wären sie auf See geblieben. Hätte Kolumbus etwa für 90 Tage geplant, wäre der Bedarf an Trinkwasser für die Flotte bereits bei über 27.000 Litern gelegen. Das bedeutet 100 Fässer. Das bedeutet im Detail 100 Monster aus härtestem Eichenholz. Jeder dieser Kolosse wog 300 Kilo, kaum bewegbar oder stapelbar. Zudem hätten diese Giganten den wertvollen Platz im Bauch der Schiffe geraubt. Auf der kleinen Niña allein hätten 30 dieser Holzmonster den gesamten Platz eingenommen.

Der pH-Wert von destilliertem Wasser ist völlig ungesund!

Das wirklich Alarmierende an dieser Tatsache war aber jedoch, dass das Wasser in diesen Holzmonstern in kürzester Zeit zur massiven Gefahr geworden wäre, wenn nicht sogar zu der grössten Gefahr an Bord aller Schiffe. Verdorbenes Wasser. Jede grössere bakterielle Infektion durch verfaultes Wasser hätte das Ende der Mission bedeutet. Die Wahrheit ist, was damals geschah. Die Flotten des Christoph Kolumbus hatten niemals grössere Vorräte an Trinkwasser an Bord. Kolumbus und seine Kapitäne waren in das grosse Geheimnis der Alchemie eingeweiht.

»Solve et coagula«. Trenne und verbinde. Die Mannschaft des Christoph Kolumbus beherrschte die Kunst der Destillation. Das Trinken von destilliertem Wasser gehörte für die Besatzung zur absoluten Basis all jener kühnen Fahrten ins Ungewisse. Heute verlassen sich weltweit etwa 300 Millionen Menschen auf destilliertes Wasser als Trinkwasser. In Regionen wie Dubai oder auf den Kanarischen Inseln wird Trinkwasser überwiegend über Meerwasserentsalzungsanlagen gewonnen. Dieses Verfahren entspricht technisch gesehen einer grossflächigen Destillation. In Anbetracht all dieser Tatsachen erscheint die heutige Angst vieler Menschen vor destilliertem Wasser geradezu grotesk.

Kapitel 5

Die »wichtigste« Kritik an destilliertem Wasser

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Destilliertes Wasser gelangt niemals im Zustand chemischer Isolation in unsere Zellen, denn bereits im Mund und im Magen vermischt es sich unweigerlich mit körpereigenen Sekreten.

Die klare Antwort lautet nein.

Destilliertes Wasser gelangt niemals im Zustand chemischer Isolation in unsere Zellen, denn bereits im Mund und im Magen vermischt es sich unweigerlich mit körpereigenen Sekreten. Kritiker werfen daher oft ein, wenn absolute Reinheit das entscheidende Merkmal von destilliertem Wasser ist, Geht diese dann nicht verloren, sobald das Wasser den ersten Tropfen Speichel berührt? Die klare Antwort lautet Nein. Die chemische Isolation destillierten Wassers endet spätestens an der Zungenspitze.

Wer jedoch glaubt, dass diese Vermischung das Wasser in seiner Kraft wirkungslos mache, unterliegt einem Trugschluss. Er verwechselt den statischen Zustand, die Reinheit im Glas, mit der dynamischen Kapazität, die Wirkung im Körper. Um dies zu verstehen, hilft das Bild eines trockenen, völlig sauberen Schwamms. Sobald er den ersten Tropfen aufnimmt, ist er technisch gesehen nicht mehr rein. Doch genau in diesem Moment entfaltet er seine eigentliche Bestimmung. Er beginnt zu saugen.

Ein bereits gesättigter Schwamm, vergleichbar mit mineralreichem Wasser, hat seine Aufnahmekapazität bereits nahezu erschöpft. Destilliertes Wasser hingegen ist biophysikalisch gesehen hungrig. Die vermeintliche Kontamination im Moment des Trinkens ist nichts anderes als der Zündmoment, in dem der Schwamm seine Arbeit aufnimmt. Entscheidend ist nicht, dass das Wasser im Körper rein bleibt, sondern dass es mit seinem maximalen Hunger dort ankommt. Um zu verstehen, warum destilliertes Wasser trotz der Vermischung im Magen seine überlegene Reinigungskraft behält, müssen wir uns die Gesetze der Thermodynamik und Zellbiologie betrachten.

Wenn das Beste zur Last wird

Doch bevor wir uns diesen biophysikalischen Ursachen im Detail widmen, möchte ich Ihnen deren Wirkweise anhand eines einschneidenden Ereignisses veranschaulichen, das ich im Dezember 2023 begleiten durfte. Die Geschichte von Mario. Sie zeigt eindrucksvoll, was geschieht, wenn das biophysikalische Konzept des leeren Schwamms auf die Realität eines massiv belasteten Körpers trifft. Wenn das Beste zur Last wird. Mario, ein guter Freund, hatte in jenem Jahr eine schwere Gehirnoperation hinter sich gebracht.

Es folgten Bestrahlungen und tägliche Tablettencocktails, bis die Behandlung schliesslich in eine intensive Chemotherapie mündete. Er war zu dieser Zeit kaum wiederzuerkennen. Die massiven medikamentösen Belastungen hatten seinen Stoffwechsel derart überfordert, dass er 20 Kilogramm zugenommen hatte. Sein Körper war vollkommen aufgeschwemmt, gezeichnet von schweren Ödemen und völlig am Ende seiner Kräfte. Im Freundeskreis hatten wir die Hoffnung beinahe aufgegeben. Wir fürchteten ernsthaft, er würde diesen Kampf verlieren.

Als ich ihn sah, war ich tief erschüttert und suchte nach einem Weg, ihn zu unterstützen. Auf meine Frage nach seinem Trinkverhalten antwortete er voller Überzeugung, er rühre kein Leitungswasser mehr an. Seine Frau wähle für ihn nur das Beste aus dem Bioladen aus. Er trank täglich drei bis vier Liter eines stillen Mineralwassers, das aufgrund seines besonders hohen Mineralstoffgehalts als besonders wertvoll galt. Er tat dies in dem festen Glauben, die Rückstände der Chemotherapie damit wirkungsvoll aus seinem System zu spülen.

Marios Geschichte ist die Konsequenz aus fünf Prinzipien der Thermodynamik und Zellbiologie.

Die medizinische Realität war alarmierend. Marios Leber- und Nierenwerte bewegten sich bereits in einem lebensbedrohlichen Bereich. Sein Organismus drohte unter der toxischen Last buchstäblich zu kollabieren. Mit jedem Schluck des hochmineralisierten Wassers, das er zu jener Zeit schon seit vielen Wochen trank, führte er seinem erschöpften System weiteren anorganischen Ballast zu. Dieses vermeintlich hochwertige Wasser war physikalisch bereits so gesättigt, dass es den Stoffwechsel doppelt belastete.

Es zwang den Körper einerseits zur Auseinandersetzung mit kaum verwertbaren anorganischen Mineralien und bot andererseits schlichtweg kaum mehr Raum, um die massiven Gifte der Chemotherapie sowie seine Stoffwechselabfälle aufzunehmen und effektiv auszuleiten. Ich erläuterte ihm die biophysikalischen Wirkprinzipien von Wasser im Detail und riet ihm dazu, das mineralstoffreiche Wasser sofort abzusetzen. Nachdem ich ihm gezeigt hatte, wie er sein Leitungswasser selbst destillieren kann und ihm die Anleitung für eine 28-tägige Reinigungskur übergeben hatte, stellte Mario seine Hydration konsequent um.

Er verzichtete fortan komplett auf stilles Mineralwasser und trank nach meinen Empfehlungen täglich etwa zwei Liter heisses destilliertes Wasser. Zwei Monate später hinterliess er eine Sprachnachricht in unserem Gruppenchat, in der er voller Erleichterung von seiner aktuellen Blutuntersuchung berichtete. Die Werte von Leber und Nieren hatten sich so radikal normalisiert, dass die behandelnden Ärzte fassungslos waren und ihn ernsthaft fragten, ob er die Chemotherapie heimlich abgebrochen habe.

Sie konnten nicht nachvollziehen, wie sich die Organfunktionen unter derselben massiven Medikamentenbelastung derart stabilisieren konnten. Dabei war die konsequente Umstellung seiner Hydration die einzige Veränderung, die Mario vorgenommen hatte. Er ist seither wieder wohl auf und destilliert das Wasser weiterhin für sich und seine gesamte Familie. Lassen Sie uns nun Marios Geschichte wissenschaftlich analysieren. Fragen wir uns, was ist passiert, nachdem er seine Hydration umgestellt hat?

Drang nach molekularem Ausgleich

Marios gesundheitliche Verbesserung ist die Konsequenz aus fünf Prinzipien der Thermodynamik und Zellbiologie. Das erste Prinzip ist die Entropie, der Drang nach molekularem Ausgleich. Mario hatte zuvor stark gesättigtes Mineralwasser getrunken, das bereits voll beladen mit Mineralien war. Es glich einem Güterzug, dessen Waggons so massiv mit Steinen gefüllt waren, dass schlicht kaum mehr Platz blieb, um die Rückstände der Chemotherapie aufzunehmen. Das destillierte Wasser hingegen gelangte als völlig leerer Zug in seinen Organismus.

Beim entscheidenden Zwischenstopp in Mund und Magen vermischte sich das hochreine Wasser zwar mit Speichel und Magensäure, was Kritiker sofort zu dem Einwand führt, jetzt ist es doch nicht mehr rein. Doch das ist ein Trugschluss. Biophysikalisch gesehen werden dabei lediglich die ersten Waggons mit einigen wenigen Stoffen beladen. Der restliche Zug mit hunderten Waggons bleibt leer und hochgradig aufnahmefähig. Diesen Zustand bezeichnet man in der Thermodynamik als Konzentrationsgefälle.

Da das destillierte Wasser im Vergleich zum belasteten Gewebe noch immer extrem leer ist, entsteht ein gewaltiger physikalischer Sog. Dieser Drang nach molekularem Ausgleich ist ein Ausdruck der Entropie. Das Wasser hungert regelrecht danach, Stoffe zu binden, um ein osmotisches Gleichgewicht herzustellen. Oder, wie in Marios Fall, die Steine der Chemotherapie aufzuladen und abzutransportieren. Auf molekularer Ebene behält das destillierte Wasser seinen Lösungshunger bei, selbst wenn es bereits mit Körpersäften vermischt ist.

Destilliertes Wasser ist die »flüssigste« Form aller Wasser, weil es das »freieste« von allen ist.

Destilliertes Wasser agiert im Organismus als hilfreicher Akteur. Indem es das belastete Gewebe ansteuert, zieht es die chemischen Ablagerungen wie ein Magnet in seine freien Waggons und macht sie mobil. Durch den daraus resultierenden osmotischen Druck werden die Rückstände aus den Zellen gelöst und können schliesslich über die Nieren aus dem Körper geschleust werden. Das Wasser ist hier weit mehr als ein blosses Getränk. Vielmehr ist es ein strategisches Transportmittel, das durch seine anfängliche Leere die Selbstreinigungskräfte des Körpers massiv erhöht.

Der Mitreiss-Effekt

Das destillierte Wasser lud den Stoffwechselmüll in Marios Organismus jedoch nicht nur auf. Es veränderte auch die Art und Weise, wie dieser Abfall durch den Körper strömte. Das zweite Prinzip, das wirkte, war der der Solvent Drag, der Mitreiss-Effekt. Das hochreine destillierte Wasser optimierte die Fliesseigenschaften in Marios gesamtem Organismus. Es wirkte wie ein klarer, reissender Fluss. Dieser Strom floss nicht bloss passiv an den Zellen vorbei, sondern erfasste die angestauten Rückstände im Gewebe mechanisch und spülte sie mit sich fort.

Durch diese kinetische Energie wurden Stoffwechselabfälle, die zuvor festsassen, förmlich mitgerissen und dem Ausscheidungsprozess zugeführt. In der Medizin existiert für diesen Vorgang der Fachbegriff Solvent Drag. Man kann sich diesen Effekt wie eine starke Strömung vorstellen, die alles mitnimmt, was nicht fest verankert ist. Wenn Wasser durch die winzigen Poren unserer Gefässe und Membranen sickert, entsteht ein Sog, der gelöste Teilchen einfach huckepack nimmt. Sie müssen wissen, destilliertes Wasser ist die flüssigste Form aller Wasser, weil es das freieste von allen Wassern ist.

Da destilliertes Wasser nahezu keine gelösten Stoffe enthält, ist es extrem beweglich und reaktionsfreudig. Im interzellulären Raum, dem Bereich zwischen den Zellen, entfaltet destilliertes Wasser eine völlig neue Dynamik. Es macht Blut und Lymphe fliessfähiger, fast so, als würde man ein verstopftes Rohr mit Hochdruck spülen. Es zwängt sich mühelos durch die engsten Kapillaren, erfasst Stoffwechselendprodukte effektiver und befördert sie zielgerichtet zu den Ausscheidungsorganen.

Der elektrische Schutzschild

Durch diesen biophysikalischen Mechanismus wurde das Wasser für Mario zu einem aktiven Logistikpartner. Es sorgte dafür, dass der Müll, getrieben durch die zuvor genannte Entropie, nicht nur aufgeladen, sondern mit voller Kraft aus dem System geschwemmt wurde. Das dritte Prinzip ist das Zeta-Potenzial, der elektrische Schutzschild. In Marios belasteten Körper existierte ein unsichtbares, aber gefährliches Problem. Die Rückstände der Chemotherapie neigten dazu, sich gegenseitig anzuziehen und zu verklumpen.

Solche Aggregate wirken wie Sand im Getriebe. Sie können die hauchdünnen Filter der Nieren, die sogenannten Glomeruli verstopfen und schwere Schäden verursachen. Hier bewirkte das destillierte Wasser einen entscheidenden biophysikalischen Schutz. Da es leer ist und keine störenden Mineralien wie Kalk oder Magnesium mitbringt, kann es die Giftstoffe viel präziser umschliessen. Jedes einzelne Giftteilchen erhält eine dichte, schützende Hülle aus Wassermolekülen, die man Hydrathülle nennt.

Man kann sich dieses Zeta-Potential wie ein starkes elektrisches Kraftfeld vorstellen, das jedes einzelne Teilchen umgibt. Da all diese Teilchen nun die gleiche Ladung tragen, wirken sie wie gleich gepolte Magnete. Sie stossen sich unerbittlich ab. Anstatt zu starren Clustern zu verklumpen, halten die Giftstoffe so einen strikten Sicherheitsabstand zueinander. In der Physik nennt man diesen stabilen Schwebezustand den Sol-Zustand. Alles bleibt in Bewegung, nichts sinkt ab und nichts verkrustet zu gefährlichen Ablagerungen wie Nierensteinen oder Gefässplaques.

Der hydraulische Motor

In Marios Organismus sorgte dieses hohe Zeta-Potenzial für eine permanente elektrische Abstossung. Die toxische Last blieb dadurch fein verteilt in der Schwebe und konnte wie auf einem unsichtbaren Luftkissen reibungslos durch die winzigen Kanäle der Nieren gleiten. Das Wasser hielt die Abfallstoffe durch elektrostatische Kräfte auf Distanz und zwang sie im flüssigen Zustand zu bleiben, bis sie den Körper sicher verlassen hatten. Das vierte Prinzip ist der osmotische Gradient, der hydraulische Motor.

Man kann sich das destillierte Wasser in Marios Körper als einen hydraulischen Motor vorstellen. Da dieses Wasser extrem leer, also hypoton ist, besitzt es eine gewaltige physikalische Spannkraft. Es drängt mit aller Macht dorthin, wo die Konzentration an Stoffen am höchsten ist, tief im belasteten Gewebe. Durch diesen osmotischen Druck wird das Wasser förmlich in die entlegensten Winkel des Organismus gepresst, um dort seine Arbeit aufzunehmen. Absolut jede Flüssigkeit im Körper folgt einem unsichtbaren Gesetz, dem des osmotischen Druckgefälles.

Das destillierte Wasser ist dabei unter allen Wassern der hungrigste Akteur. Selbst nach der Vermischung im Magen bleibt seine Konzentration an gelösten Teilchen weitaus niedriger als die des umgebenden belasteten Gewebes. Dieser enorme Konzentrationsunterschied erzeugt einen echten physikalischen Sog. Wie eine frische Flutwelle dringt das Wasser tief in die Zellen ein, um das chemische Ungleichgewicht auszugleichen. Dabei spült es festsitzende Stoffwechselendprodukte und Toxine regelrecht aus ihren Verstecken hervor, löst sie aus dem Gewebe und mobilisiert sie für den Abtransport über das Lymph- und Gefässsystem.

Freie Bahn für die Enzyme

In Marios Organismus wirkte das Wasser so nicht nur als blosses Lösungsmittel, sondern quasi als Hochdruckreiniger auf Zellebene. Es half dabei, belastende Wassereinlagerungen, Ödeme, abzubauen, indem es den gestauten Fluss wieder in Gang setzte. Das fünfte Prinzip ist die funktionale versus dysfunktionale Last. Freie Bahn für die Enzyme. Man kann sich die Enzyme der Leber und Nieren wie Arbeiter an einem Fliessband vorstellen. Wenn das Wasser, das sie umspült, bereits mit Kalk, Nitraten, Mikroplastik und anorganischen Mineralien gesättigt ist, sind die Fliessbänder mit diesem Müll belegt, noch bevor die eigentliche Entgiftungsarbeit überhaupt beginnen kann. Die enzymatische Reinigung wird dadurch massiv gehemmt oder kommt im schlimmsten Fall komplett zum Erliegen. Dann beginnt der Körper, sich an seiner eigenen toxischen Last zu vergiften.

Kapitel 6

Die heiligen Hallen unseres Körpers

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Unser Organismus hat in uns »Reinräume« und »Tresore« erschaffen, die er mit dem saubersten Wasser flutet, das er herzustellen vermag.

Unser Organismus hat in uns Reinräume und Tresore erschaffen, die er mit dem saubersten Wasser flutet, das er herstellen vermag. Unser Körper ist keineswegs ein offenes Gefäss, in dem sich Flüssigkeiten wahllos vermischen. Er gleicht vielmehr einer präzisen biologischen Hochleistungseinheit mit streng bewachten Sicherheitsbereichen. Zu diesen besonderen Zonen zählen unsere Augen, die Hoden, das Fruchtwasser sowie das Gehirn- und Ohrwasser.

Der Körper betreibt einen enormen Aufwand, um diese heiligen Hallen vor belastenden äusseren Einflüssen zu schützen. Was wir in der Aussenwelt mit aufwendigen Techniken zur Trinkwasseraufbereitung versuchen, vollbringt unser Körper in absoluter Perfektion. Er nutzt dazu eine hochspezialisierte Filtertechnik, um für seine edelsten Organe ein Milieu zu erschaffen, das wesentlich reiner ist als das restliche Wasser in unserem System. Diese exklusiven Zonen bilden das notwendige Fundament für unsere Gesundheit und den Fortbestand des Lebens.

Das Augenwasser bietet uns allen wohl das einleuchtendste Beispiel für dieses Streben nach Reinheit. Damit wir eine klare Sicht geniessen können, muss der Glaskörper so rein wie nur irgend möglich sein. Da er zu etwa 99% aus Wasser besteht und kaum über eine eigene Durchblutung verfügt, dient das Wasser hier nicht als blosses Transportmittel. Es fungiert als eine neutrale Basis für die ungestörte Funktion des Sehens. Jede noch so winzige Trübung durch anorganische Stoffe würde die Viskosität verändern und damit die physikalische Beschaffenheit des gesamten Mediums sowie unsere Sehstärke beeinträchtigen.

Genau so verhält es sich mit unserem Gehirnwasser, dem Liquor. Unsere Neuronen operieren mit elektrischen Impulsen im Millivolt-Bereich und sind daher auf eine störungsfreie Umgebung angewiesen. Fremde Ionen oder anorganische Rückstände im Gehirnwasser würden massive Störfaktoren darstellen, welche die präzise Reizleitung zwischen den Nervenzellen unterbrechen könnten. Absolute Reinheit ist an dieser Stelle die Grundvoraussetzung für unsere geistige Klarheit und die fehlerfreie Informationsverarbeitung.

Zum Schutz unserer Fortpflanzung dienen die Blut-Hoden-Schranke sowie die Blut-Plazenta-Schranke als chemisch isolierte Hochsicherheitsräume. Die Spermien des Mannes und die Embryonen der Frau reagieren ebenso hochempfindlich auf geringste Mengen an Schadstoffen. Manche Substanzen können wie erbgutschädigende Gifte wirken und den genetischen Code bedrohen. Würden Pestizide oder andere hochreaktive Lasten in diese Bereiche eindringen, könnten sie unmittelbar mit unserer DNA reagieren.

In diesen Zonen muss daher auch zwingend ein Milieu aus reinstem Wasser herrschen, damit die Unversehrtheit künftiger Generationen gewahrt bleibt. Um diese extreme Reinheit zu garantieren, nutzt unser Körper Filtrationsmechanismen auf molekularer Ebene. Die Wände unserer kleinsten Blutgefässe bilden die erste entscheidende Barriere. Deren Zellen sind über sogenannte Tight Junctions wie mit einer Schweissnaht fest miteinander verbunden. In diese Barrieren sind Kanäle eingebettet, die als intelligente Schleusen fungieren.

Im Jahr 2003 erhielt Peter Agre den Nobelpreis für Chemie für die Entdeckung der Aquaporine. Dabei handelt es sich eben um jene winzigen Kanäle, die ausschliesslich für Wassermoleküle durchlässig sind. Sie sind so schmal, dass die Wassermoleküle sie nur einzeln wie an einer Perlenschnur aufgereiht passieren können. Gelöste Salze, Proteine oder organische Moleküle werden konsequent zurückgehalten. So sinkt die Konzentration an Fremdstoffen in den Zielräumen drastisch ab, selbst wenn das Blutserum im Rest des Körpers noch erhebliche Mengen an gelösten Stoffen aufweist.

Die Balance unserer Sinne ist tief im Innenohr verankert. In der Endolymphe, dem sogenannten Ohrwasser, hängen das Gehör und der Gleichgewichtssinn massgeblich von der präzisen Viskosität der Flüssigkeit ab. Da Wasser hier ganz besonders als physikalischer Überträger feinster mechanischer Schwingungen dient, würde jede unkontrollierte stoffliche Last die hochsensible Mechanik der Hörschnecke stören. Eine Verschmutzung würde die Signale verfälschen und unsere Orientierung im Raum gefährden.

Ein ebenso faszinierendes Meisterwerk ist die Thymusdrüse. Sie dient als zentrales Reifungszentrum für die T-Lymphozyten unserer Immunabwehr. Diese Drüse liegt in einem vollständig isolierten, wässrigen Milieu, das durch die Blut-Thymus-Schranke abgeschirmt wird. Hier muss absolute Klarheit herrschen, während der Körper seine Spezialeinheiten ausbildet. In dieser Schule des Immunsystems lernen die Zellen zwischen Freund und Feind zu unterscheiden. Jede materielle Last in diesem Bereich könnte die Ausbildung der Immunzellen verfälschen und somit das Risiko für Fehlreaktionen oder Autoimmunprozesse erhöhen.

Aus all diesen Tatsachen lässt sich ableiten, dass unser Körper ein tiefgreifendes Bestreben nach innerer Reinheit verfolgt. Er erschafft diese aquatischen Reinräume, um die Stabilität und die Entfaltung des Lebens in all seinen Facetten zu sichern. Ein weiterer entscheidender Aspekt dieser faszinierenden Technik ist der Schutz vor oxidativem Stress in unseren hochsensiblen Organen. Die Reinraumstrategie minimiert in diesen Zonen die Anwesenheit von freien Radikalen und metallischen Rückständen, welche die empfindlichen Zellmembranen angreifen und zerstören könnten.

Durch die konsequente Ausfilterung potenziell reaktiver Substanzen, wozu auch die körpereigenen freien Radikale zählen, schafft der Organismus eine geschützte Zone. Alterungsprozesse werden verlangsamt und die Regenerationsfähigkeit der Zellen wird auf ein Maximum gesteigert. Letztlich fungiert das reine Wasser hier als ein biologischer Schutzschild, der es den Bausteinen unseres Lebens ermöglicht, ihre volle Wirkkraft ohne Störung von aussen zu entfalten.

Kapitel 7

Destilliertes Wasser in unserem Organismus

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Es bedarf eines grundlegenden Wandels in unserem Verständnis von »der Rolle« unseres Trinkwassers.

In einer Welt, in der wir täglich mit einer Flut exogener Schadstoffe konfrontiert sind, entscheidet die »Transportkapazität« unseres Wassers darüber, ob unsere Kanalsysteme frei fliessen können oder schleichend verschlammen.

Wie wirkt destilliertes Wasser in unserem Organismus? Wir müssen uns von der Vorstellung lösen, dass Wasser uns als Lieferant von Nahrung dient. Stattdessen ist es in erster Linie ein Dienstleister der Reinigung und Logistik. Um diese essentielle Aufgabe zu verstehen, hilft ein Blick auf die zentrale Rolle der Reinigungsorgane in unserem Körper. Stellen Sie sich Ihre Nieren, Ihre Leber, Ihr Lymphsystem und Ihr Bindegewebe als ein gigantisches und hochkomplexes Kanalsystem vor.

Dieses Netzwerk ist ununterbrochen damit beschäftigt, lebenswichtige Nährstoffe punktgenau zu den Zellen zu navigieren und im Gegenzug die Stoffwechselendprodukte sowie den anfallenden Zellmüll effektiv abzutransportieren. In diesem dynamischen Prozess fungiert Wasser als das alles entscheidende Transportmedium, dessen Wirksamkeit untrennbar mit seiner Reinheit verbunden ist. Nur ein stofffreies Wasser besitzt die volle Kapazität, diese Lasten aufzunehmen und den Organismus von innen heraus reinzuhalten.

In einer Welt, in der wir täglich mit einer Flut exogener Schadstoffe konfrontiert sind, entscheidet die Transportkapazität unseres Wassers darüber, ob unsere Kanalsysteme frei fliessen können oder schleichend verschlammen. Da nur ein stofffreies Medium in der Lage ist, neue Lasten aufzunehmen, bestimmt die Reinheit des Wassers über die Wirksamkeit der inneren Reinigung und den Erhalt der vitalen Fliesseigenschaften. In den folgenden Abschnitten erkunden wir nun, wie destilliertes Wasser durch seine einzigartige physikalische Aufnahmefähigkeit die körpereigene Logistik auf ein völlig neues Niveau hebt.

Die Nieren

Als erstes die Nieren. Die Nieren dienen als die obersten Regulatoren der Homöostase und bewahren unser lebenswichtiges innere Gleichgewicht. Als dynamische Wächter halten diese biologischen Kraftwerke den Blutdruck, den Elektrolythaushalt sowie den pH-Wert stabil. Es ist eine beeindruckende physiologische Leistung, dass sie täglich etwa 1800 Liter Blut filtern. In den feinsten Filtereinheiten, den Glomeruli, wird hierbei unentwegt der Primärharn gebildet. In einem hochkomplexen Rückgewinnungsprozess holt sich der Körper daraus dann wieder lebensnotwendiges Wasser sowie Nährstoffe zurück, bis schliesslich etwa ein bis zwei Liter Endharn zur Ausscheidung verbleiben.

Sobald die Niere nicht mehr gegen Inhaltsstoffe des Wassers ankämpfen muss, wird destilliertes Wasser zu ihrem »mächtigsten« Verbündeten.

Biophysikalisch betrachtet stellt dieser Prozess eine gigantische Sortierleistung dar. Je mehr unbrauchbare oder anorganische Stoffe bereits im Trinkwasser gelöst sind, desto mühsamer gestaltet sich diese Arbeit für die Niere. Das Organ muss in diesem Fall gegen einen erhöhten osmotischen Widerstand ankämpfen, um den Ballast vom Nutzwert zu trennen Destilliertes Wasser hingegen trifft als stofffreies Medium im System ein und senkt den energetischen Aufwand der Filtration erheblich Da es als aufnahmefähiger Dienstleister fungiert, erleichtert es der Niere den Abtransport der Schlacken, anstatt selbst zur Belastung oder einer schleichenden Verschlammung der feinen Filterstrukturen beizutragen Sobald die Niere nicht mehr gegen Inhaltsstoffe des Wassers ankämpfen muss, wird destilliertes Wasser zu ihrem mächtigsten Verbündeten.

Unsere Nieren leisten Schwerstarbeit, um Elektrolyte auszuregulieren. Da aber destilliertes Wasser keine anorganischen Mineralien enthält, entfällt diese zusätzliche Last für die Nieren komplett. Man kann sich diesen Vorgang wie ein perfekt funktionierendes Verkehrssystem vorstellen. Da im destillierten Wasser keine störenden Fremdionen den Fluss behindern, bleibt das elektrische Schutzschild der Abfallteilchen stabil. In der Fachsprache wird dieses Schutzschild als Zeta-Potential bezeichnet.

Diesem Prinzip sind wir bereits in der Analyse von Marios Geschichte begegnet. Wie wir bereits wissen, sorgt das Zeta-Potential dafür, dass sich die Teilchen gegenseitig abstossen, anstatt aneinander zu kleben. Dadurch verbleiben die Abfallstoffe in einem flüssigen Schwebezustand, den Wissenschaftler als Sol-Zustand beschreiben. In dieser beweglichen Form können die Stoffe durch den uns ebenfalls schon bekannt gewordenen Solvent-Drag-Effekt einfach aus dem Körper geschwemmt werden.

Die Leber

Dieser physikalische Mitreiss-Effekt funktioniert wie ein sanfter Sog, der die gelösten Teilchen im reinen Wasserstrom mitnimmt. Ohne diese elektrische Stabilität würden die Stoffe unkontrolliert verklumpen und in einen zähen, gelartigen Zustand übergehen Die Leber Die Leber fungiert als unser zentrales Entgiftungsorgan und agiert dabei wie eine hochentwickelte chemische Fabrik Unermüdlich neutralisiert sie Toxine aus der Nahrung sowie der Umwelt und steuert als strategische Stoffwechseldrehscheibe den gesamten Energiehaushalt des Körpers Zudem produziert sie die Galle, welche für die Fettverdauung unerlässlich ist.

In diesem Hochleistungsorgan vollziehen sich pro Sekunde tausende komplexe biochemische Prozesse.

In diesem Hochleistungsorgan vollziehen sich pro Sekunde tausende komplexe biochemische Prozesse. Obwohl die Leber keinen direkten Kontakt mit dem getrunkenen Wasser hat, profitiert sie indirekt massiv von der Reinheit dieses stofffreien Mediums. Hier greift ein biologisches Synergieprinzip, da die Nieren durch das hochreine Wasser von anorganischem Ballast befreit werden und ihre Filtrationsleistung signifikant ansteigt. Das Blut wird dadurch schneller sowie gründlicher gereinigt, wodurch die toxische Grundlast im gesamten Kreislauf messbar absinkt.

Diese Entlastung setzt für die Leber einen regelrechten Regenerationsturbo in Gang. Normalerweise muss dieses Organ jedes Schadstoffmolekül in aufwendigen enzymatischen Schritten mühsam umbauen, damit es überhaupt ausscheidungsfähig wird. Durch die gesteigerte Nierenaktivität und das hohe Lösungsvermögen des reinen Wassers werden viele Stoffwechselendprodukte jedoch bereits hocheffizient über den Harnweg aus dem System mitgerissen. Dieser physikalische Mitreisseffekt nimmt der Leber einen Teil der chemischen Schwerstarbeit ab und schafft den notwendigen Freiraum für ihre lebenswichtigen Aufbau- und Speicherprozesse.

Das Lymphsystem

Durch die Entlastung der Nieren gewinnt die Leber kostbare enzymatische Kapazitäten zurück. Anstatt in einem unaufhörlichen Abwehrkampf gegen eine Flut exogener Rückstände und anorganischer Sättigungen gefangen zu sein, kann sie ihre Energie nun dort investieren, wo sie am dringendsten benötigt wird. Im Aufbau lebenswichtiger Proteine, effiziente Speicherung von Vitaminen sowie der Erneuerung der eigenen Zellsubstanz. Das Lymphsystem. Das Lymphsystem stellt weit mehr dar als lediglich ein Abwassersystem des Organismus.

Das Lymphsystem besitzt kein eigenes Pumpsystem, wie der Blutkreislauf das Herz.

Parallel zum Blutkreislauf durchzieht es jede Faser unseres Körpers und erfüllt dabei eine doppelte Mission. Es transportiert Zelltrümmer, Stoffwechselabfälle sowie Fette aus dem Gewebe ab und bildet gleichzeitig einen entscheidenden Pfeiler der Immunabwehr. Da die Lymphflüssigkeit zu etwa 96 Prozent aus Wasser besteht, bestimmt die Qualität der Hydration unmittelbar, wie geschmeidig oder zähflüssig dieses System arbeiten kann. Das Lymphsystem besitzt kein eigenes Pumpsystem, wie der Blutkreislauf das Herz.

Ganz wichtig zu wissen ist, dass der Fluss der Lymphe auf die Bewegung ihrer Muskeln sowie vor allem auf eine optimale Viskosität angewiesen ist. In diesem hochsensiblen Netzwerk fungiert destilliertes Wasser als das entscheidende Schmiermittel, welches die Fliesseigenschaften der Lymphe aufrechterhält. Das stofffreie Medium verhindert, dass die Flüssigkeit durch anorganische Lasten oder überschüssige Sättigung stagniert. Nur durch diese flüssige Leichtigkeit können die Immunzellen ungehindert patrouillieren.

Die Osmose

Die Osmose Unsere Zellen werden durch einen faszinierenden physikalischen Prozess gereinigt, den man als Osmose bezeichnet. Dieser Vorgang wirkt wie ein molekularer Spüleffekt, der bis in die kleinste Einheit des Körpers vordringt. Jede ihrer Billionen Zellen ist von einer semipermeablen Membran umgeben, welche als halbdurchlässige Schutzhülle fungiert. Diese Membran wirkt wie ein intelligentes Sieb, welches bevorzugt reine Wassermoleküle passieren lässt und grössere Teilchen sowie Stoffwechselendprodukte gezielt zurückhält.

Das physikalische Grundgesetz der Osmose besagt, dass Wasser unaufhaltsam nach einem Konzentrationsausgleich strebt. Dabei wandert es stets dorthin, wo die Sättigung gelöster Stoffe höher ist. Da unsere Zellen zum Grossteil aus Wasser bestehen, bildet dieser Prozess den entscheidenden Motor für die zelluläre Erneuerung und den Abtransport von verbrauchten Substanzen. Genau an diesem Punkt liegt ein immenser Vorteil beim Trinken von destilliertem Wasser. Aufgrund seiner absoluten Reinheit besitzt es das höchste physikalische Bestreben, in die Zellen einzudringen und diese von innen heraus zu klären.

Wasser »wandert« in einem ständigen Prozess dorthin, wo die Konzentration gelöster Stoffe höher ist.

Dieser osmotische Druck sorgt dafür, dass das reine Wasser wie ein magnetischer Sog wirkt, welcher die Schlacken aus dem Zellinneren löst und effizient abtransportiert. Da destilliertes Wasser hypoton ist, also hochrein, weist es die niedrigstmögliche Osmolarität auf. Wenn dieses reine Medium die Zellmembranen umspült, entsteht so ein kraftvolles und dennoch sanftes Konzentrationsgefälle. Dieser physikalische Druckunterschied wirkt wie ein natürlicher Sog, der den Einstrom von frischem und ungesättigtem Wasser in die Zelle begünstigt.

Gleichzeitig erzeugt dieser Vorgang den notwendigen hydraulischen Druck, um verbrauchte Stoffwechselendprodukte sowie Toxine aus dem Zellinneren hinaus zu befördern. Das nennt man auch Zellatmung. Man kann sich diesen Prozess wie einen biologischen Luftzug vorstellen, der die verbrauchte Atmosphäre in der Zelle gegen frische Lebensluft austauscht. Durch diese physikalische Überlegenheit des reinen Wassers wird die Zelle nicht nur hydriert, sondern von innen heraus regelrecht klargespült.

Freie Radikale

Dieser osmotische Effekt stellt sicher, dass die zelluläre Logistik auf Hochtouren läuft und keine belastenden Rückstände das biologische System verlangsamen. Freie Radikale. In unserem Körper entstehen ununterbrochen freie Radikale. Dabei handelt es sich um hochreaktive sowie aggressive Sauerstoffverbindungen, die im Organismus wie chemische Räuber agieren. Sie entziehen anderen Molekülen gewaltsam Elektronen und können auf diese Weise lebenswichtige Zellstrukturen oder sogar die DNA nachhaltig schädigen.

Dieser Prozess der Oxidation gleicht einem schleichenden inneren Rosten, welches die biologische Substanz angreift. Verblüffenderweise entstehen diese Radikale primär durch endogene, also körpereigene Ursachen. Besonders dann, wenn die Mitochondrien als Kraftwerke unserer Zellen Sauerstoff zur Energiegewinnung nutzen. Bei dieser Zellatmung fallen ständig freie Radikale als Nebenprodukt an, was sich bildhaft mit den Abgasen eines Verbrennungsmotors vergleichen lässt. Da dieser Vorgang die Kehrseite unserer Vitalität darstellt, ist der Organismus auf ein hocheffizientes Entsorgungssystem angewiesen, um diese aggressiven Verbindungen neutralisieren zu können.

Freie Radikale sind für unseren Körper nicht nur Abfall.

In diesem Zusammenhang spielt auch hier wieder die Reinheit des Transportmediums eine entscheidende Rolle, da sie die Fliessfähigkeit und damit die Verfügbarkeit von schützenden Antioxidantien an den Brennpunkten der Zellen massgeblich beeinflusst. Freie Radikale fungieren in uns als gezielte Waffen des Immunsystems. Unser Immunsystem setzt weisse Blutkörperchen ein, um eingedrungene Bakterien und Viren mithilfe dieser aggressiven Verbindungen buchstäblich zu verbrennen. Ein gesundheitliches Problem entsteht für unseren Organismus erst dann, wenn die Menge an freien Radikalen aus dem Gleichgewicht gerät und deren Produktion die natürliche Neutralisierungsfähigkeit übersteigt.

In diesem Fall entwickelt sich dann der viel zitierte oxidative Stress, welcher heute als ein Hauptfaktor für vorzeitige Alterungsprozesse sowie chronische Entzündungen gilt. Obwohl destilliertes Wasser selbst kein Antioxidant ist, wie etwa Vitamin C oder E, spielt es eine fundamentale Rolle beim Schutz vor oxidativem Stress. Da das hochreine Medium die Fliesseigenschaften des Blutes sowie der Lymphe optimiert, stellt es sicher, dass körpereigene Schutzstoffe sowie zugeführte Antioxidantien schnell und präzise zu den zellulären Brennpunkten transportiert werden.

Gleichzeitig sorgt die hohe Aufnahmekapazität des maximal ungesättigten Wassers dafür, dass die bei der Immunabwehr anfallenden Reaktionsprodukte zügig aus dem Gewebe abtransportiert werden. Somit bildet die Reinheit des Wassers die logistische Basis für ein stabiles Gleichgewicht zwischen notwendiger Abwehr und schützender Neutralisierung.

Kapitel 8

Von der Theorie zur Praxis

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Der menschliche Körper ist kein statisches Monument, sondern ein fliessender Prozess.

Dieses Kapitel widmet sich der methodischen Durchführung einer Reinigungskur, die sich in der Praxis als besonders effektiv und wohltuend erwiesen hat. Eine solche Kur stellt weit mehr als eine blosse Umstellung der Trinkgewohnheiten dar, da sie einen bewussten Impuls zur systemischen Entlastung des gesamten Organismus setzt. Durch die gezielte Zufuhr von hochreinem Wasser über einen festgelegten Zeitraum wird ein tiefgreifender physikalischer Reinigungsprozess initiiert, der die körpereigenen Entgiftungswege grundlegend reaktivieren kann.

Im Fokus steht dabei die Entlastung des inneren Milieus durch die Nutzung der besonderen physikalischen Eigenschaften des destillierten Wassers. Da destilliertes Wasser eine hohe Anziehungskraft auf gelöste Stoffe ausübt, wirkt die Kur wie eine sanfte Mobilisierung festsitzender Schlacken. Dieser methodische Ansatz nutzt die Naturgesetze der Osmose, um die zelluläre Logistik zu erneuern und den Organismus in einen Zustand erhöhter Vitalität zurückzuführen. Eine wohltuende Kur.

Der empfohlene Zeitraum sind 28 Tage. Diese vier Wochen orientieren sich an den natürlichen Biorhythmen Ihres Körpers. Man kann diese Prozesse nicht hetzen, wenn es darum geht, eingebrannte Muster loszulassen und neue Strukturen aufzubauen. Während dieser Phase geben Sie Ihrem Organismus ausreichend Zeit, um die Produktion seiner Botenstoffe zu optimieren und die zelluläre Selbstreinigung zu verstärken. Nach etwa 28 Tagen festigen sich diese biochemischen Veränderungen in den Zellen nachhaltig.

Dauer

Diese Dauer folgt zudem dem natürlichen Erneuerungszyklus unserer Haut, in deren tieferen Schichten ständig neue Zellen entstehen, die langsam an die Oberfläche wandern, bis sie die alte Barriere vollständig ersetzt haben. Sie werden sehen, dass die Veränderung durch die Umstellung ihrer Hydration oft schon vor Ablauf dieses Zeitraums äusserlich durch ein klareres Hautbild sichtbar wird. Die Wassermenge Wie viel destilliertes Wasser sollen Sie trinken? Für einen durchschnittlichen Erwachsenen hat sich gezeigt, dass während der Kur etwa 1,5 Liter reines Wasser täglich ideal sind.

Je nach Körpergewicht, Grösse oder körperlicher Aktivität kann dieser Wert natürlich leicht nach oben oder unten angepasst werden. Eine Menge von 1,5 bis 2 Litern am Tag ist für den Organismus nicht nur vollkommen zumutbar, sondern stellt eine optimale Basisversorgung dar, die Ihre Reinigungsprozesse perfekt unterstützt. Ein Vorteil dieser Kur liegt in Ihrer unkomplizierten Integration in Ihren Alltag. Sie müssen dabei auf nichts verzichten. Ihre gewohnten Getränke müssen Sie nicht zwangsläufig aufgeben.

Wassermenge

Wer etwa Kaffee und Tee trinkt, kann diese Gewohnheiten beibehalten. Entscheidend ist nicht der Verzicht, sondern die bewusste Ergänzung. Der tägliche Genuss der reinen Wassermenge sorgt dafür, dass Ihr Körper trotz etwaiger anderer Getränke immer über genügend freies Transportmittel verfügt, um seine Reinigungsarbeit effizient zu erledigen. Mit welcher Temperatur sollen Sie das destillierte Wasser trinken? Trinken Sie das Wasser am besten bei einer Temperatur von etwa 50 bis 60 Grad, also ähnlich warm wie einen frisch aufgebrühten Tee oder Kaffee.

Temperatur

Was im ersten Moment ungewöhnlich klingen mag, beruht auf einem einfachen physikalischen Prinzip, das jeder aus dem Alltag kennt. Versuchen Sie einmal, ein fettiges Backblech mit kaltem Wasser zu reinigen. Das wird Ihnen kaum gelingen. Sobald Sie jedoch heisses Wasser verwenden, lösen sich die Rückstände fast wie von selbst. Der Grund dafür liegt in der Thermodynamik, denn mit steigender Temperatur bewegen sich die Wassermoleküle deutlich schneller. Das Wasser verringert seine Oberflächenspannung und wird dadurch physikalisch gesehen viel aufnahmefähiger für andere Stoffe.

Wenn Sie das Wasser warm trinken, kann es seine Aufgabe als Lösungsmittel im Körper noch etwas einfacher erfüllen und Rückstände effektiver lösen. Eine weitere Zugabe ist die energetische Entlastung Ihres Körpers. Da die Flüssigkeit bereits nahe an oder leicht über der Körperkerntemperatur liegt, muss ihr Organismus keine Energie aufwenden, um das Wasser quasi auf Betriebstemperatur zu erwärmen. Diese Logik wird seit Jahrtausenden in der traditionellen chinesischen Medizin, TCM, und ebenso im Ayurveda genutzt.

Metabolische Distanz

Dort gilt warmes Wasser als bewährtes Mittel, um die Lebensenergie zum Fliessen zu bringen, das Verdauungsfeuer zu stärken und Stoffwechselrückstände, oft als Schlacken bezeichnet, effizient zu mobilisieren. Indem Sie das destillierte Wasser warm trinken, kombinieren Sie also moderne physikalische Vorteile mit alter Heiltradition. Die metabolische Distanz, Essen und Trinken zeitlich trennen. Aus der Ernährungswissenschaft ist bestens bekannt, dass es für die Verdauung oft bekömmlicher ist, wenn zu den Mahlzeiten nur geringe Mengen an Flüssigkeit konsumiert werden.

Durch eine zeitliche Trennung von fester und flüssiger Nahrung bleiben die Verdauungssäfte konzentrierter und können ihre Arbeit effizienter verrichten. Das ist doch eigentlich völlig logisch. Dasselbe Prinzip nutzen wir, um die Reinigungswirkung dieser Kur zu maximieren. Auch während dieser Kur sollten Sie die Hydration und die Nahrungsaufnahme bewusst voneinander trennen. Ideal ist es, wenn Sie das heisse, reine Wasser auf einen Magen trinken, der gerade nicht mit schwerer Verdauungsarbeit beschäftigt ist.

Dies ist etwa 30 Minuten vor oder nach einer Mahlzeit der Fall. Das destillierte Wasser fungiert aufgrund seiner Reinheit als hocheffizientes Lösungsmittel. Wird es direkt während einer Mahlzeit getrunken, sättigt es sich augenblicklich mit den vorgefundenen Inhaltsstoffen der Nahrung. Es würde dann sozusagen bereits im Magen beladen werden, noch bevor es seine eigentliche Reinigungsaufgabe im Gewebe antreten kann. Isoliert konsumiert hingegen gelangt es als leeres Transportmittel in ihr System.

Es muss keine Verdauungsenzyme verdünnen oder Nahrungspartikel lösen, sondern kann seine Kapazität auf unser Ziel verwenden, eben um Stoffwechselrückstände in ihren Zellen und im Bindegewebe aufzunehmen und auszuleiten. Nun beleuchten wir die Phasen der Reinigung, die bei einer solchen Kur geschehen. In der ersten Woche, in den ersten Tagen nach Beginn der Kur, beginnt der Organismus damit, seine ständig aktiven Reinigungsprozesse massiv zu beschleunigen. Man kann sich diesen Vorgang so vorstellen, dass der Körper nun einen regelrechten Turbo einschaltet.

Wie bereits im Kapitel über die Entgiftungsorgane dargelegt wurde, arbeitet das System ununterbrochen an der Ausscheidung von Stoffen. Das Bindegewebe musste dabei jedoch oft als unfreiwilliges Zwischenlager herhalten, sofern die Nieren aufgrund einer zu hohen Arbeitslast überfordert waren. Wenn nun mit dem Trinken des reinen und hypotonen Wassers begonnen wird, entsteht zunehmend ein stärkerer osmotischer Sog auf das innere Gewebe. Das hochreine Wasser wirkt aufgrund seiner stofflichen Leere wie ein Magnet auf jene alten Ablagerungen, die bisher im Gewebe festsassen.

Erste Woche

In dieser Phase werden Rückstände mobilisiert und für den Abtransport in die Lymphbahnen verschoben. Der Körper steigert somit die Effizienz seiner natürlichen Selbstreinigung auf ein Maximum. Viele Anwender berichten bereits nach kurzer Zeit von einem Gefühl gesteigerter Vitalität, da der Organismus beginnt, die Lasten der Vergangenheit aktiv abzuwerfen. Gleichzeitig bemerken einige Teilnehmer in dieser ersten Phase eine vorübergehende Müdigkeit, vereinzelte leichte Kopfschmerzen und eine intensivere Verfärbung des Urins.

Diese Anzeichen stellen keinen Grund zur Sorge dar, sondern sind vielmehr deutliche Signale des Körpers zu verstehen, dass seine gewohnte Reinigung nun eine neue und intensivere Stufe erreicht hat. Die gelegentlich auftretenden leichten Kopfschmerzen hängen dabei unmittelbar mit dem Konsum des hochreinen Wassers zusammen. Das gesteigerte Reinigungspotenzial betrifft aufgrund des hohen Wasseranteils von etwa 80 Prozent ganz besonders unser Gehirn. Da diese sensible Schaltzentrale hochempfindlich auf jede Veränderung des inneren Milieus reagiert, führt der aktivierte Reinigungsturbo dazu, dass sich Rückstände effizienter lösen und das Gewebewasser zügig ausgetauscht wird.

Da das Gehirn innerhalb der festen Struktur des Schädels kaum Raum für Druckschwankungen bietet, nehmen wir diese beschleunigte Reinigungsaktivität kurzzeitig als leichte Spannung wahr. Dies ist ein spürbares Zeichen dafür, dass der Prozess nun auch im wasserreichsten Organ erfolgreich angelaufen ist. Was geschieht in der zweiten und dritten Woche dieser Kur? Vom achten bis zum einundzwanzigsten Tag befinden sie sich im Herzstück der Kur. Das Gewebe ist mittlerweile gewissermassen aufgewacht und hat sich an die erhöhte Lösekraft des Wassers gewöhnt.

Zweite und dritte Woche

In dieser Phase geht es an die Substanz. Während in der ersten Woche eher die leichtlöslichen Stoffe abtransportiert wurden, dringt der Reinigungsprozess nun in die festeren Depots vor. In dieser Zeit entfaltet das destillierte Wasser seine volle physikalische Kraft als hocheffizientes Lösungsmittel. Ein Schlüsselfaktor ist hierbei die drastisch erhöhte Benetzbarkeit des reinen Wassers. Damit ist die Fähigkeit des Mediums gemeint, sich auf den Oberflächen der Zellen sowie innerhalb der feinen Strukturen des Bindegewebes flächiger auszubreiten.

Da das reine Wasser eine deutlich geringere Oberflächenspannung besitzt, kann es das innere Gewebe viel effektiver befeuchten. Es kriecht gewissermassen in jene mikroskopischen Zwischenräume, die für gewöhnliches gesättigtes Wasser bisher meist unerreichbar waren. Besonders Bereiche ohne direkten Anschluss an den grossen Blutstrom profitieren in dieser Zeit nun ebenso vom verbesserten osmotischen Austausch. Dies betrifft etwa die Gelenkkapseln sowie die feinsten Kapillaren des Körpers.

Durch das enorme Konzentrationsgefälle zwischen dem stofffreien Wasser und den beladenen Gewebestrukturen werden festsitzende anorganische Ablagerungen nun intensiver aus ihrer Verankerung gelöst. Diese gelösten Lasten werden anschliessend zuverlässig in den Abfluss des Lymphsystems überführt, wodurch die biologische Architektur des Körpers eine tiefgreifende Klärung erfährt. Was geschieht dann in der vierten Woche? Nach etwa 21 Tagen hat ihr Körper erfahren, wie befreiend es wirkt, wenn ein aufnahmefähiges Transportmedium bereitsteht, das alles Überflüssige effizient aufnehmen und abtransportieren kann.

Vierte Woche

Die zentralen Filterorgane wie Leber und Nieren haben in dieser Zeit eine enorme Entlastung erfahren. Da diese Organe nicht mehr ununterbrochen damit beansprucht wurden, anorganische Rückstände aus dem Trinkwasser zu verwalten, konnten sie ihre Kapazitäten endlich wieder der Regeneration sowie der inneren Balance widmen. In dieser Phase stellt sich meist ein stabiles Gefühl von innerer Reinheit und Leichtigkeit ein. Das gesteigerte Reinigungspotenzial ist mittlerweile zu einer neuen Normalität für den Stoffwechsel geworden.

Die Zellen haben gelernt, dass sie Altlasten loslassen können, ohne dass sofort neue Depots entstehen. Da nach diesen 28 Tagen nun auch der natürliche Erneuerungszyklus der Haut abgeschlossen ist, manifestiert sich das Ergebnis des inneren Hausputzes oft in einem sichtbar klaren und strahlenden Erscheinungsbild. Sie haben ihren Organismus in einen Zustand versetzt, in dem er tiefengereinigt wieder effizienter sowie unbelasteter arbeiten kann. Diese Phase markiert den Übergang von der aktiven Reinigung hin zu einer dauerhaften biologischen Stabilität auf einem völlig neuen Niveau.

Kapitel 9

Fragen zu destilliertem Wasser

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Hier finden Sie die wichtigsten Informationen zum Genuss und dem Umgang mit destilliertem Wasser.

Am Ende dieses Buches wollen wir uns noch mit gängigen Fragen befassen, die sich im Bezug zu destilliertem Wasser ergeben.

Frage

Warum ist so wenig über die Vorteile von destilliertem Wasser bekannt?

Antwort

Grosse Angst und keine Technik? Es ist eine berechtigte Frage, warum dieses Wissen nicht längst zum Standard gehört. Der Hauptgrund ist rein praktischer Natur. Bis vor wenigen Jahren war es technisch kaum möglich, in der eigenen Küche Wasser in dieser Qualität herzustellen, da die Geräte teuer, laut und primär für Labore konzipiert waren. Heute hat sich das Blatt gewendet. Moderne Destillen sind erschwinglich und für den Hausgebrauch optimiert worden.

Dass dieses Wissen erst jetzt langsam populär wird, liegt auch an alten Mythen aus Zeiten, in denen man destilliertes Wasser nur mit Autobatterien oder Schauermärchen in Verbindung brachte. Wie bei vielen Gesundheitskonzepten braucht es Zeit, bis die Erfahrung der Anwender die alten Dogmen überholt.

Frage

Wo kann ich destilliertes Wasser kaufen?

Antwort

Leider kaum wo. Faktisch gibt es kaum Anbieter, die destilliertes Wasser explizit als genussfähiges Trinkwasser im Einzelhandel anbieten. Da in der breiten Öffentlichkeit oft noch der Irrglaube herrscht, destilliertes Wasser sei gesundheitsgefährdend, fehlt schlichtweg der Markt für eine wirtschaftliche Distribution. Zudem wären Produktion und Logistik in Lebensmittelqualität so aufwendig, dass die Preise für Flaschenwasser weder ökologisch noch ökonomisch vertretbar wären.

Frage

Kann destilliertes Wasser aus dem Baumarkt getrunken werden?

Antwort

Nein, auf keinen Fall. Nur weil die Bezeichnung identisch ist, besitzt dieses Produkt keine Trinkwasserqualität, da es meist durch chemische Entmineralisierung oder Niedrigtemperaturdestillation für technische Zwecke erzeugt wird. Da reines Wasser ein extrem starkes Lösungsmittel ist, löst es bei langer Lagerung in minderwertigen Kunststoffbehältern gesundheitsschädliche Weichmacher wie Phthalate oder Bisphenol A aus den Kanisterwänden.

Am Ende nehmen Sie mit diesem Wasser ein chemisch belastetes Konzentrat aus Plastikrückständen zu sich.

Frage

Kann man zu viel davon trinken?

Antwort

Ja, absolut. Die Menge an destilliertem Wasser, die sie trinken sollten, entspricht genau den allgemeinen Empfehlungen für eine gesunde Hydration. Der Richtwert für gesunde Erwachsene liegt bei circa 1,5 bis 2,5 Litern pro Tag, wobei ihr individueller Bedarf von Aktivität, Klima und Ernährung abhängt. Entscheidend ist eine mineralstoffreiche Ernährung durch Vollkornprodukte, Gemüse und Proteine, da Wasser ohnehin nie die Hauptquelle für Nährstoffe war.

Eine sogenannte Hyponatriämie, Natriummangel im Blut, entsteht nicht durch die Reinheit des Wassers, sondern durch eine exzessive Trinkmenge in zu kurzer Zeit, was jedoch fast nur bei Extremsportlern oder unter extremen Bedingungen auftritt.

Frage

Kann man damit auch Pflanzen giessen?

Antwort

Ja, das ist sogar sehr zu empfehlen. Vor der industriellen Revolution galt Regenwasser als die reinste Wasserquelle und bot ideale Bedingungen für das Pflanzenwachstum. In dieser Tradition ist destilliertes Wasser heute die perfekte Wahl für ihre Pflanzen. Da es frei von Kalk ist, bleiben die feinen Poren der Wurzelhaare offen. So können die Pflanzen die Nährstoffe im Boden noch effizienter aufnehmen.

Frage

Ist destilliertes Wasser auch für die Zubereitung von Babynahrung geeignet?

Antwort

Ja, absolut. Destilliertes Wasser ist für die Zubereitung von Babynahrung geeignet, da es keine zusätzliche mineralische Eigenbelastung mitbringt und so eine unkontrollierte Überladung der noch unreifen Nieren des Säuglings vermeidet. In der Pädiatrie ist bekannt, dass die Nieren von Säuglingen noch nicht die volle Filtrationsleistung eines Erwachsenen erbringen können und daher sensibel auf eine zu hohe gelöste Last im Wasser reagieren können.

Frage

Können es auch Haustiere trinken?

Antwort

Ja, Tiere besitzen meist einen weitaus feineren Instinkt für die Qualität ihrer Nahrung als Menschen und bevorzugen instinktiv reineres Wasser. Zahlreiche Tierbesitzer beobachten, dass Hunde und Katzen destilliertes Wasser herkömmlichem Leitungswasser vorziehen, sobald sie die Wahl haben. Diese Präferenz unterstreicht die biologische Akzeptanz von reinem Wasser als optimales Hydrationsmittel, auch für den tierischen Organismus.

Frage

Wie schmeckt dieses Wasser?

Antwort

Viel weicher und neutraler als jedes herkömmliche Wasser. Das ist für viele Menschen ungewohnt, da sie ja gar nicht wissen, besser gesagt schmecken können, wie hochreines Wasser schmeckt? Woher auch? Der Geschmack von destilliertem Wasser wird oft als weicher und neutraler beschrieben als der von herkömmlichem Wasser. Da es völlig frei von Mineralien, Chlorrückständen, Kalk und chemischen Zusätzen ist, empfinden viele Menschen das Mundgefühl als besonders rein und sanft.

Während der erste Schluck aufgrund fehlender Begleitstoffe zunächst ungewohnt wirken kann, kalibrieren sich die Geschmacksnerven schnell neu. Mit der Zeit nehmen sie die Klarheit des Wassers ganz bewusst wahr, da ihre Sinne auf den absoluten und nur so erreichbaren Nullpunkt der Neutralität zurückgeführt werden.

Frage

Kann man mit destilliertem Wasser kochen?

Antwort

Ja, das ist sogar sehr zu empfehlen. Das Kochen mit destilliertem Wasser ist sehr zu empfehlen und wirkt wie ein echter Genussturbo. Ob Suppen, Heissgetränke oder feine Sossen, alles, was in Wasser gelöst wird, gewinnt massiv an Aroma. Da destilliertes Wasser keine mineralische Eigenlast mitbringt, besitzt es eine deutlich höhere Lösekraft für natürliche Geschmacksstoffe. So werden die feinen Nuancen ihrer Zutaten intensiver extrahiert und kommen unverfälscht zur Geltung.

Frage

Soll man destilliertes Wasser remineralisieren?

Antwort

Nein, absolut nicht. Das ist eine der am häufigsten diskutierten Fragen und ich möchte hier ganz deutlich werden. Vertrauen Sie auf die Kraft der Nahrung, denn dort gehören Mineralien hin. Das Ziel ist ein leeres Transportmittel für die Reinigung des Körpers. Mineralien gehören in organischer Form in die Nahrung, Obst, Gemüse, nicht in das Wasser. Merken Sie sich, wenn Sie es künstlich aufsalzen, verliert es seinen Lösungshunger.

Frage

Wo bewahre ich destilliertes Wasser auf?

Antwort

Das ist eine sehr wichtige Frage. Die Antwort ist, nur in Glas oder Edelstahl. Die Wahl des richtigen Behältnisses ist entscheidend. Verwenden Sie ausschliesslich Gefässe aus Glas oder hochwertigem Edelstahl und verzichten sie konsequent auf Kunststoff. Da destilliertes Wasser aufgrund seiner extremen Reinheit ein hohes Bestreben hat, Stoffe aus seiner Umgebung aufzunehmen, würde es mit Plastikbehältern chemisch interagieren und aktiv Weichmacher, Mikroplastik und hormonell wirksame Substanzen wie Bisphenol A, BPA aus den Kunststoffbehältern lösen.

Glas und hochwertiger Edelstahl hingegen sind inert, sie geben also keine Partikel ab und garantieren, dass ihr Wasser so rein bleibt, wie es die Destille verlassen hat.

Frage

Was geschieht, wenn das Wasser gefriert?

Antwort

Das ist ein bemerkenswerter Vorgang. Wenn destilliertes Wasser gefriert, entsteht kristallklares Eis. Das Einfrieren zeigt auf visuelle Weise auf, wie rein dieses Wasser wirklich ist. Eiswürfel daraus werden glasklar. Da keine Gase oder Mineralien eingeschlossen sind, kristallisieren sie perfekt ohne Trübung. Die Reinheit bleibt beim Auftauen vollständig erhalten. Am Ende dieser Fragerunde möchten wir Ihnen noch mitteilen, dass, wenn Sie noch weitere Fragen haben, dann schreiben Sie uns einfach. Wir werden Ihre Fragen gerne beantworten.

Kapitel 10

Das Fazit des Buches

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Zum Abschluss dieses Buches lässt sich zusammenfassend definieren, dass der Konsum von destilliertem Wasser die effektivste Möglichkeit darstellt, die Reinigungskraft des gesamten Organismus dauerhaft zu steigern. Destilliertes Wasser ist die einzige Flüssigkeit, welche den osmotischen Druck und somit das Reinigungsvermögen des gesamten Körpersystems um diesen entscheidenden Wert erhöht. Dieser Vorgang geschieht zudem, ohne den Körper mit neuen Fremdstoffen zu belasten.

Das macht das reine Medium zum idealen Mittel für den Abtransport gelöster Stoffe. Durch diese Entlastung der biologischen Schranken wird das gesamte System entspannt, da die Reinigung nicht mehr gegen einen hohen inneren Widerstand ankämpfen muss. Der osmotische Saugkraftgewinn wirkt wie ein massiver physikalischer Hebel auf die gesamte Nierenleistung. Um die Tragweite dieser Steigerung zu verstehen, müssen die gewaltigen Dimensionen der täglichen Nierenarbeit betrachtet werden.

Das purste Element »pur« trinken.

Die Nieren filtern jeden Tag 1800 Liter Blut. Diese gewaltige Zahl muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen. Eine gesteigerte Lösungskapazität des Wassers bedeutet für die Nieren eine rechnerische Zeitersparnis von fast zwei Stunden. Mit exakt 108 Minuten auf den Tag verteilt, gewinnt die Niere freie Kapazität zurück, welche dem Organismus nun für tiefgreifende Regenerationsprozesse sowie die Stabilisierung des inneren Gleichgewichts zur Verfügung steht. Diese Zeitersparnis stellt keine theoretische Spielerei dar, sondern bedeutet reale Entlastungszeit für das gesamte Gewebe.

In diesem gewonnenen Zeitraum muss unser Organismus mit deutlich weniger Hochdruck gegen osmotische Widerstände ankämpfen. Eine solche Entlastung mindert den mechanischen Verschleiss der feinen Filtereinheiten und schafft wertvolle Kapazitäten zur Zellregeneration. Indem wir destilliertes Wasser trinken, stellen wir unserem Körper das mächtige Element Wasser in seiner pursten und vollendetsten Form zur Verfügung. Sein höherer osmotischer Reinigungsdruck bildet exakt den entscheidenden Schwellenwert in unserem Gewebe, der nötig ist, um die Diffusion in tiefer gelegenen Schichten zu aktivieren und damit unseren Körper immer weiter in einen Zustand wahrer biologischer Freiheit zu führen.

»Denn alles musst du selbst tun.«

Wir trinken mit destilliertem Wasser, das purste Element. Wir wissen nun, es existiert keine nachhaltigere und mächtigere Form der Wasserveredelung als jene durch den Phasenwechsel der Destillation. Von einer höheren Warte aus gesehen repräsentiert die Reinheit des destillierten Wassers exakt jenes Prinzip, nach dem der Körper arbeitet. Es ist die Gewinnung des reinsten Mediums für seine heiligen Wasserhallen. An dieser finalen Stelle sei bemerkt, wie exotisch diese Art der Hydration für die meisten Menschen nach wie vor ist.

Es ist alles andere als selbstverständlich, überhaupt die Möglichkeit zu haben, dieses von der Wissenschaft als seltsamste Flüssigkeit der Welt getaufte Elixier in seiner pursten Form nutzen zu können. Vor allem und gerade auch in Anbetracht dessen, dass man eigentlich gar nicht so einfach in der Lage ist, an diesen Stoff zu kommen, da man ihn ja nirgendwo kaufen kann. Man kann diese Kraft in ihrer höchsten Form nur in Anspruch nehmen, indem man sie selbst gewinnt. Wir haben uns schliesslich, zumindest spätestens nach Lesen dieses Buchs, auch jene alchemistische Maxime verinnerlicht, so wie Paracelsus sprach. »Denn alles musst du selbst tun«.

Damit ist das Buch zu Ende erzählt. Wer nun nicht mehr nur zuhören, sondern sein Wasser selbst gewinnen möchte, findet auf einer eigenen Seite die Glasdestille und die Ausbildung dazu.

Zur eigenen Destille