Akt I
Das Wissen
»Der Prozess ist so bedeutend wie das Werk«
Die Kunst der Purifikation
Akt I
»Der Prozess ist so bedeutend wie das Werk«
Alchemysto ist die Schule, Ars Aquae das Instrument. Wer eine Destille erhält, erhält die Ausbildung dazu, denn eine Destille macht noch keinen Destillateur. Beides wird zusammen übergeben, für einen einzigen Beitrag, der die Anlage und die gesamte Ausbildung umfasst. Wie das Instrument aus Glas gebaut ist, steht darüber unter »Das Instrument«, wie hoch dieser Beitrag ausfällt, darunter unter »Der Aufwand«.
Er stammt aus den Werkstätten, in denen die Destillation erfunden wurde. Weitergegeben wird hier nicht deren Lehre, sondern das Handwerk, das aus ihr geworden ist.
Das Glas allein genügt nicht. Geduld, Gewissenhaftigkeit und die Hinwendung zum Wasser lassen sich nicht mitliefern, aber sie lassen sich lehren.
Deshalb gehört zu jeder Anlage eine vollständige Ausbildung, sechsunddreissig Stunden vom ersten Handgriff bis zum sicheren Führen der Destillation. Was in diesen Stunden geschieht, lesen Sie in den Abschnitten darunter.
Anlage und Ausbildung werden gemeinsam übergeben, als ein Ganzes. Wir geben kein Glas in Hände, die es noch nicht kennen.
Erst die Hand, dann das Glas. So ist dieses Angebot gedacht.
Der Anfang ist persönlich und findet in Ihrem Raum statt, am Tag, an dem die Anlage dort ihren Platz bekommt, rund zwei Stunden unter vier Augen mit Georg Udorf, dem Autor des Hydrations-Code. Darauf folgen drei Kurse, aufeinander aufgebaut, online und alle von ihm geleitet. Jeder Kurs umfasst vier Abende zu je drei Stunden. Drei Kurse ergeben zwölf Abende, das sind sechsunddreissig Stunden. Bei einem Abend in der Woche dauert die Ausbildung zwölf Wochen.
An einem Abend kommen höchstens sechs Teilnehmer zusammen, damit jede Frage ihren Platz hat. Im Jahr beginnen drei Ausbildungen, so viele lassen sich auf diese Weise führen.
Die Ausbildung führt über drei Stufen, die Hand, das Handwerk und die Kunst. Jede setzt die vorige voraus, erst der sichere Griff, dann das Lesen des Vorgangs, dann seine Führung.
Die Basisausbildung im Umgang mit einer Glasdestillation
Der Aufbau der Anlage, die Handgriffe, der sichere Umgang mit Hitze und Glas. Dieser Kurs beginnt beim ersten Teil auf dem Tisch. Ein Kolben, der eben noch gesiedet hat, wird anders angefasst als einer aus dem Schrank, und dieser Unterschied wird geübt, bevor Wasser hineinkommt.
Der Lehrgang zum Destillateur
Er führt vom sicheren Bedienen zum Verstehen, vom Gerät zum Handwerk. Am Takt der Tropfen und am Stand des Thermometers liest der Destillateur ab, wo der Durchgang steht. Was zuvor Handgriff war, wird zur Entscheidung.
Der Kurs zur Kunst der Aqua-Purifikation
Im Mittelpunkt steht die Mehrfachdestillation, bei der dasselbe Wasser mehrfach durch Sieden und Kondensieren geht und jedes Mal etwas zurücklässt. Wovon das Hörbuch erzählt, wird hier am Glas geübt. Dazu gehört die Zeitsteuerung der Anlage, mit der sich Zahl und Ablauf der Durchgänge im Voraus festlegen lassen. Kunst meint an dieser Stelle den wiederholten Wechsel von Dampf zu Tropfen und die Aufmerksamkeit, die er verlangt.
Jeder Handgriff, der an den Abenden gezeigt wird, lässt sich danach noch einmal ansehen, in rund dreissig Videos, die eigens für diese Anlage entstanden sind. Sie begleiten die Kurse und sind abrufbar, wann es Ihnen passt.
Der Verein stellt eine Urkunde über die abgeschlossene Ausbildung aus. Sie ist kein staatlich anerkannter Abschluss, sondern der Nachweis des Vereins, dass Sie diese Anlage sicher führen. Der Austausch geht in seiner Newsgroup weiter, einem Gesprächsforum im Netz, in dem Destillateure ihre Fragen und ihre Beobachtungen teilen. Von da an gehören Anlage und Ausbildung Ihnen, als ein Ganzes.
Getragen wird das Ganze vom Verein Ars-Aquae, dem Verein zur Purifikation von Wasser. Sein Zweck ist die Weitergabe des Wissens um das reine Wasser.
39 Destillateure hat er bis heute ausgebildet und ausgestattet. So oft wurde übergeben, was diese Seite beschreibt, das Glas und das Können, es zu führen.
Anlage und Ausbildung erhalten Sie ohne jeden Beitritt. Der Verein bleibt der Träger, die Destille gehört Ihnen.
Wem die Sache darüber hinaus am Herzen liegt, dem steht die Mitgliedschaft offen, freiwillig und ohne Zusammenhang mit der Übergabe. Mitglieder haben Zugang zur Bibliothek des Vereins.
Die Abende finden online statt. Sie führen die Anlage in Ihrem Raum, mit Ihren Händen, und ausser am ersten Tag steht niemand daneben. Wer eine Werkstatt sucht, in der ihm jemand den Griff korrigiert, findet sie hier nicht. Dagegen steht die Zeit. Allein für den ersten Kurs stehen vier Abende zu je drei Stunden bereit, damit jeder Handgriff zur Sprache kommt, bevor die Anlage das erste Mal arbeitet. Bleibt ein Abend im Kalender doch einmal besetzt, wird er nachgeholt, je Kurs ist dafür ein Termin vorgesehen.
Was die Anlage umfasst und wie die Ausbildung aufgebaut ist, steht im Abschnitt darüber. Hier geht es um das, was niemand mitliefern kann. Ein Instrument aus Glas klingt nicht von selbst, es wartet auf jemanden, der es zu führen weiss. Fünf Fähigkeiten gehören dazu. Mitgebracht wird der Ansatz, ausgebildet wird das Können.
Am Anfang stehen zwei Stunden unter vier Augen, danach drei aufeinander aufbauende Kurse mit zusammen zwölf Abenden zu je drei Stunden. Dazu rund dreissig Videos, abrufbar, wann es Ihnen passt. Wer je ein Musikstück eingeübt oder vor einer Reise eine Sprache aufgefrischt hat, kennt dieses Mass an Abenden.
Heisses Glas verlangt einen anderen Griff als kaltes. In der Küche nehmen Sie ein Weinglas anders in die Hand als einen Becher, ohne darüber nachzudenken. Dort entscheidet der Wert, an der Anlage die Hitze. Den Unterschied lehrt der erste Kurs.
Ein Durchgang läuft gut fünf Stunden, ohne dass sich etwas beschleunigen lässt. Im Garten ist das vertraut, wer die Saat aufgräbt, um nach ihr zu sehen, hat sie verloren. Dort dauert es Monate, hier einen halben Tag, und Sie bleiben in Reichweite.
Jeder Durchgang folgt einer festen Ordnung, aufbauen, prüfen, anfahren, abkühlen, reinigen. In einer Werkstatt zeigt sich das am Werkzeug, das nach der Arbeit an denselben Platz zurückkommt. Wer so arbeitet, kennt den Lohn, derselbe Weg führt zum selben Ergebnis.
Irgendwann steht ein Destillateur vor der Anlage und sieht dem Wasser zu, obwohl nichts zu tun ist. Ein Gerät aus Glas erlaubt diesen Blick über die ganze Länge, vom Sieden bis zum Tropfen.
Es folgen fünf Fragen. Jede beschreibt einen gewöhnlichen Augenblick, an dem sich mehr ablesen lässt als an einem guten Vorsatz. Anderthalb Minuten genügen.
Wählen Sie, was Ihnen am nächsten kommt. Richtig oder falsch gibt es hier nicht. Sobald Sie sich entschieden haben, erscheint eine kurze Rückmeldung. Ihre Angaben bleiben in Ihrem Browser und sind mit dem Schliessen der Seite fort.
Dann ist Ihnen die Taktung vertraut. Zwölf Abende sind, auf Wochen verteilt, ein Abend in der Woche.
Zurückliegende Übung spielt keine Rolle. Der erste Kurs beginnt bei null und setzt kein Vorwissen voraus, vier Abende zu je drei Stunden.
Zwölf Abende lassen sich nicht kürzen. Wer sie zurzeit nicht frei hat, beginnt besser später. Die Anlage wartet.
So kühlt die Anlage aus, von selbst und ohne Zutun. Zwischen dem letzten Tropfen und dem Abbau liegt genau diese Wartezeit.
Borosilikatglas verzeiht raschen Temperaturwechsel, aber nicht jeden Stoss. Am Glas der Anlage entscheidet deshalb nicht die Temperatur, sondern der Griff.
Auch am Gerät hat jedes Teil seine Zeit. Geübt wird das am aufgebauten Glas, Griff für Griff, bevor Wasser hineinkommt.
Genau so läuft ein Durchgang. Die Anlage arbeitet allein, Sie bleiben ansprechbar und kommen zurück, wenn es etwas zu sehen gibt.
Aus den bisherigen Ausbildungen wissen wir, am Anfang sieht jeder öfter hin. Nach einigen Durchgängen kennen Sie den Klang der Anlage.
Dann lernen Sie hier eine andere Art von Zeit kennen. Der erste Kurs setzt genau dort an, ein vollständiger Durchgang von Anfang bis Ende, in Begleitung.
Ein Durchgang ist ebenso gebaut. Was ohne Nachdenken abläuft, kostet keine Kraft, und genau davon lebt die feste Folge am Gerät.
Ein Teil fest, ein Teil im Augenblick, so läuft auch ein Durchgang. Die Folge liegt fest, über die Hitze wird währenddessen entschieden.
Die Folge ist hier vorgegeben und wird geübt, bis sie sitzt. Was im Augenblick zu entscheiden bleibt, ist die Hitze, und dafür gibt es Messgeräte.
Im dritten Kurs wird daraus Arbeit. Dort geht dasselbe Wasser mehrfach durch den Phasenwechsel, also durch Sieden und Kondensieren, und lässt jedes Mal etwas zurück.
Wie kühl der Tropfen ankommt, bestimmt das Kühlsystem. Über solche Feinheiten sprechen Destillateure in der Newsgroup des Vereins, einem Gesprächsforum im Netz.
Wasser wird selten bemerkt, das ist sein gewöhnlicher Zustand. An einer Glasanlage wird es sichtbar, fünf Stunden lang, ob man hinsieht oder nicht.
Welche Antworten Sie auch gewählt haben, der nächste Schritt ist derselbe, ein Gespräch ohne Verpflichtung.
Akt II
»Der Prozess ist so bedeutend wie das Werk«
Eine Glasdestille ist kein mechanisches Filtersystem, eine Glasdestille ist ein Instrument. Folglich ist es unumgänglich, den Umgang mit einem Instrument zu erlernen. Und wie bei jedem Instrument braucht es Übung, bis es klingt.
Eine Glasdestille ist mehr als die Summe ihrer Teile. Dennoch ist jedes einzelne Teil enorm wichtig, kein Standard, sondern auf die anderen abgestimmt, wie die Saiten eines wohlklingenden Klaviers. Die Glasdestille, die wir entwickelt haben, ist ein Meisterwerk.
Wir haben sie über Jahre in der Praxis zu einem Instrument entwickelt, das Ihnen bis zu zwanzig Liter destilliertes Wasser am Tag liefern kann, vier Durchgänge zu je fünf Litern. Ebenso ist sie das ideale Gerät, um die Materia Prima zu gewinnen, das Aqua Mercurii.
Die Qualität aller Komponenten entspricht medizinisch gültigem Laborstandard höchster Güte. Kolben, Aufsatz und Kühler bestehen aus Borosilikatglas, dem Material der Laborgefässe. Aus der Praxis heraus haben wir die besten Teile aufeinander abgestimmt, die eine einfache Bedienung ermöglichen.
Der Grundaufbau der Ars-Aquae-Destille, sechs Teile.
Die Zeitsteuerung öffnet den Weg zur Mehrfachdestillation, jenem wiederholten Phasenwechsel, dem der dritte Kurs der Ausbildung gewidmet ist.
Zum Paket gehören ausserdem
Rund dreissig erklärende Videos, eigens für genau diese Anlage erstellt.
Eine Versicherung für einen einmaligen Glasschaden sowie die Urkunde des Vereins über die abgeschlossene Ausbildung. Die Bewilligung des Bundes erklärt die Seite »Die Eintragung«.
Akt III
»Der Prozess ist so bedeutend wie das Werk«
Wenn Sie Destillateur im Projekt Ars-Aquae werden wollen, führt der Weg über fünf Schritte.
Der Verein hat 120 dieser Anlagen erworben, mehr Destillateure nimmt das Projekt nicht auf. 39 haben die Ausbildung hinter sich, 81 Plätze stehen offen. Wann die nächste beginnt, erfahren Sie auf Anfrage.
Die Ars-Aquae-Destille ist aus der Arbeit am Glas gewachsen, aus fast zwanzig Jahren Destillation von Wasser. Ihre Teile erfüllen den strengsten Massstab, der in medizinischen Labors gilt. Nach den Angeboten, die wir kennen, kostet eine Ausstattung dieser Klasse etwa 5'000 Franken. Der Verein hat alle Anlagen des Projekts in einem Zug beschafft, deshalb liegt sein Beitrag darunter.
Das Besondere an dieser Entwicklung ist der Umgang im Alltag. Die Anlage soll sich an einem gewöhnlichen Tag bedienen lassen und dabei Wasser von der höchsten Reinheit hervorbringen, die dieses Verfahren zulässt.
Ein Küchengerät verrichtet seinen Dienst auf Knopfdruck, eine Umkehrosmoseanlage filtert, solange Wasser und Strom anliegen. Ohne das Wissen, wie Glas und Hitze zusammenwirken, bleibt diese Anlage stumm.
Über den Verein kostet dieser Weg 3'600 Franken. Dafür erhalten Sie die vollständige Anlage, ihre persönliche Übergabe samt Aufbau bei Ihnen und die gesamte Ausbildung über drei Kurse.
Das ist der Endbetrag des Vereins. Mehr verlangt er nicht, weder eine Steuer noch Nebenkosten.
Eine Gebühr des Bundes steht daneben. Die Bewilligung für den Betrieb einer Destille kostet einmalig 100 Franken, dieses Geld geht an das Amt und nicht an den Verein. Wie das Gesuch abläuft und wie lange sie gilt, steht unter »Die Eintragung«.
Wenn Sie so weit sind, schreiben Sie uns.
Ihre Anfrage geht an den Verein Ars-Aquae. Innert weniger Tage erhalten Sie per E-Mail eine schriftliche Antwort auf Ihre Fragen. Wenn Sie es wünschen, folgt darauf ein Online-Gespräch.
Die Gespräche führt Georg Udorf, der Autor des Hydrations-Code. Weil er sich für jedes rund zwei Stunden unter vier Augen nimmt, werden die Termine einzeln vergeben, und bis zu Ihrem kann etwas Zeit vergehen.
Ihre Angaben dienen allein der Beantwortung Ihrer Fragen, Näheres dazu in der Datenschutzerklärung.
Wer lieber selbst schreibt, erreicht uns unter info@alchemysto.ch.
Den Weg Ihrer Anlage zum Eintrag beim Bund beschreibt »Die Eintragung«.